Regel 6: Die Schiedsrichterassistenten

Regel 6: Die Schiedsrichterassistenten

1889 erhielt der Schiedsrichter zwei Assistenten als Hilfe bei Entscheidungen. Die Assistenten bildeten für die folgenden zwei Jahre mit dem Schiedsrichter eine Zwischeninstanz zwischen den Spielkaiser und dem Schiedsrichter: Konnten sich die Kaisernicht einigen, riefen sie die abseits des Spielfeldes stehenden Assistenten an. Konnten auch diese sich nicht einigen, riefen diese wiederum den Schiedsrichter als letzte Entscheidungsinstanz an. Als die Schiedsrichter ab 1891 nicht mehr passiv abseits des Spielfeldes wirkten, sondern am Spiel teilnahmen, wurden aus den Assistenten die so genannte Linienrichter, ab 1996 die Schiedsrichterassistenten. Sie werden seit 1991 durch den Vierten Offiziellen ergänzt, der außerhalb des Spielfeldes auf Höhe der Mittellinie das Schiedsrichtergespann unterstützt und beispielsweise die Ausrüstung der Auswechselspielerinnen und -spieler vor deren Einwechslung kontrolliert. Seit 2002 werden Vierte Offizielle auch in der Bundesliga eingesetzt. Mittlerweile gibt es auch Torrichter.

Die Schiedsrichterassistierende geben an, ob der Ball eine der Spielfeldlinien überquert hat und ob es zum Abstoß, Eckstoß oder Einwurf kommt und ob eine Abseitsstellung vorlag. Er kann die Schiedsrichterin bzw. der Schiedsrichter auch über anderweitige Vergehen aufmerksam machen, die diese oder dieser übersehen hat, kann aber von der Schiedsrichterin bzw. dem Schiedsrichter überstimmt werden. Bis zur Einführung des Vierten Offiziellen kümmerte er sich außerdem um die Einwechslung samt Kontrolle der Ausrüstung.

2006 übernahm die FIFA die UEFA-Regel von 1988, dass Schiedsrichtergespanne aus dem gleichen Land kommen müssen.

Cite this article as: Petra: Regel 6: Die Schiedsrichterassistenten. In: Nachspielzeiten, 1. Juli 2017. URL: http://nachspielzeiten.de/regel-6-die-schiedsrichterassistenten/ (zuletzt aufgerufen: 25. Februar 2018).
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