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Wie sah Sporttraining früher aus?

Häufig fragte ich mich, wie früher im Profi- und Amateurbereich trainiert wurde. Wobei ich mit früher die Zeit vor 1914 meine. Ich habe lange Zeit dazu nichts gefunden, wurde nun aber in zwei zeitgenössischen Büchern fündig. Sowohl, was das Training anging als auch den Grund, weshalb ich lange nichts fand: Es gab kein Training, das den heutigen Terminus erlaubt. Dabei ist die Idee des Trainierens keine des 19. Jahrhunderts. Richard Mulcaster (1561) empfahl, dieses Spiel für „rohe Massen“ durch einen „training master“ eine Person, die „jugde over the parties and hath authroritie to commaunce“, zu kontrollieren 1)Zit. n. M. Marples: A History of Football. London 1954. S. 66-67.. Montague Shearman erwähnt zwar (1887), dass es eine Vielzahl von Büchern über Trainingübungen gibt und meint damit vor allem den Leichtathletikbereich, doch Training meinte zu dieser Zeit immer vorrangig die Ess- und Trinkgewohnheiten der Sportler, selten Bewegung. Going into training „Going into training“ meinte 1863 wie auch 1887, dass man seine Ess- und Trinkgewohnheiten zu einem für einen Sportler vermeintlich gesunden Maß reduzierte – aus heutiger Sicht …

Minzöl und H2O2 – Hygienetipps nach Girulatis

Nicht nachmachen. „Während dieser Zeit [10 min Halbzeitpause] wird der Trainer Mundspülwasser für die Mannschaft zurechtgemacht haben. Es ist nämlich ganz unnötig, ja sogar direkt schädlich, heißen Kaffee oder gar Selterswasser zu genießen. Eine ausgiebige Mundspülung, welche den im Rachen und in der Mundhöhle angesammelten Schleim beseitigt, bringt schon die ersehnte Kühlung des Mundes und beseitigt das Verlangen nach Getränken. Gibt man dann noch eine Scheibe Zitrone, so wird jeder Spieler erfrischt sein. Ein gut desinfizierendes, dabei billiges Mundwasser wird hergestellt aus 1 Teil Wasserstoffsuperperoxyd und 5 Teilen Wasser.“ 1)Girulatis, Richard: Fußball. Theorie, Technik, Taktik. Leipzig 4^[1923]. S. 95. Wasserstoff(super)peroxid ist ein starkes Bleich- und Desinfektionsmittel, dass aber üblicherweise als 0,3% Lösung als Mund- und Rachenwasser benutzt wird. Girulatis empfiehlt aber eine 16,67% Lösung – eine Konzentration, für die man heute im Handel eine Endverbleibserklärung braucht und den Kauf melden muss. Selbstaluhutnahe Websites nutzen „nur“ 3% Lösung, dann aber sogar als innere Einnahme, da es sauerstofffördernd ist (es teilt sich bei der Reaktion in Wasser und Sauerstoff). Manch einer, der Girulatis‘ Empfehlung umsetzte, dürfte sich über …