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Fellowes‘ The English Game – wie wahr ist die Story?

In diesem Artikel geht es um die neue Mini-Serie von Julian Fellowes, The English Game, die seit dem 20. März 2020 bei Netflix verfügbar ist. Wie schon im Trailer steht, basiert die Story auf wahren Gegebenheiten. Doch wie sehr? Um es ganz kurz zu machen: Der Kern stimmt, vieles von den Geschichten drumherum nicht. Aber es ist ja auch keine Dokumentation, sondern eine Geschichte, die spannend, schmackhaft und bekömmlich sein soll, wie bei einer Frucht das Fruchtfleisch um den Kern. Dafür plädierte auch mehrfach der schottische Fußballhistoriker Andy Mitchell, der als Berater bei der Serie fungierte. Aber was genau stimmt nicht? Das liste ich euch knapp in diesem Beitrag auf. Damit will ich euch nicht die Serie versauen – und mache es hoffentlich auch nicht. Ich will damit lediglich einer Glorifizierung entgegenwirken, die passieren kann, wenn man alle Ereignisse der Serie für historisch korrekt hält. . CN: Spoiler & Desmytifizierung (ja, das Wort Desmytifizierung gibt es tatsächlich) . . . Fußballspielbegegnungen Bei der Serie gibt es nicht viele Spielbegegnungen. Das FA-Cup 1878/79, Old Etonians gegen …

Sport als Gottes-Dienst

Das Stadion oder die Halle als heilige Stätte, Pokale, Sportutensilien wie Fußbälle und Trikots als heilige Gegenstände, die immerwährende Hoffnung, das Unerreichbare zu schaffen, das Nutzen neuer Chance, Fehler wiedergutzumachen und so Buße zu tun, der Aberglaube, immer das gleiche Trikot zu tragen oder immer an der gleichen Stelle zu sein … Sportarten haben einiges mit Glaube und Religion zu tun. Die populärste unter ihnen, das Fußballspiel, kann am einfachsten bisherige Ungläubige überzeugen und gläubig machen. Aber darum soll es in diesem Beitrag gar nicht gehen, sondern vielmehr um muscular Christanity – um das Muskelchristentum.