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Spielregeln des VBB (1900)

Ein Jahrzehnt nach den Spielregeln des Bundes deutsche Fußball-Spieler von 1890/1892 gab es im Verband Berliner Ballspielvereine neue Fußballregeln, die verbandsweit galten. Sie sind wesentlich umfangreicher als die Regeln des Bundes deutscher Fußballspieler und ähneln deutlich den DFB-Regeln von 1903 und damit den Laws of the Game. Ausnahmen sind das Hochwerfen des Schiedsrichterballes statt dem Fallenlassen des Balles und der Einschub, dass ein Strafstoß nur gegeben werden kann, wenn die gegnerische Mannschaft das unfaire Spiel reklamiert.   Das Regelwerk 1 [Spielfeld] Der Spielraum soll höchstens 180 Meter lang und 90 Meter Breitsein (das Minimum ist 90 Meter mal 45 Meter) und muß an den vier Ecken mit Fahnen  (Eckfahnen) abgegrenzt sein. Die Tore bestehen je aus zwei 7¼ Meter auseinander stehenden senkrechten Stangen, 2,40 Meter hoch, welche durch eine Querstange oder auch durch einsstraffe Schnur verbunden sind. Diese Tore stehen in der Mitte der Breitseiten. Eine Linie soll 11-Meter vor jedem der Tore, parallel mit den Mal- oder Torlinien, markiert werden (am einfachsten geschieht dieses durch Aufstellen von Fahnen an den Längsseiten), auch muß die Mitte …

Die Spielregeln des Bundes deutscher Fußball-Spieler von 1890/1892

Der Bund der Fußball-Spieler wurde am 4. November 1890 in Berlin gegründet und bereits 1892 aufgelöst. Er wurde von Berliner Fußballvereinen gegründet, sollte aber ein deutschlandweiter Verband werden – dazu kam es aber nicht. Grund für die Auflösung waren die schon bei der Gründungsveranstaltung deutlich zu Tage tretenden Meinungsverschiedenheiten, ob auch ausländische Funktionäre und Vereine mit ausländischen, d.h. vor allem englischen Spieler, aufgenommen werden oder nicht. Und, ob der Fußball die deutsche (meint: nationalistische) Mentalität adaptieren müsse. Da der Vorsitzende der nationalkonservativen BFC Germania 1888 Vorsitzender des BdF wurde, war die national(istisch)e Ausrichtung zwangsläufig. Dieses Ansinnen ließ sich jedoch weder durch den BDF, noch durch später gebildete regionale Verbände realisieren, sodass das Verbandsgebiet auf den Großraum Berlin beschränkt blieb. Die internationalen Vereine organisierten sich 1891 im Deutschen Fußball- und Cricket Bund  mit der Spiel und Sport als Vereinszeitung und diese Herauslösung war letztendlich Grund für die Auflösung des Bund deutscher Fußballspieler.   Das Regelwerk I In der Länge 120 Schritt, in der Breite 60 Schritte exkl. 7 Schritt Torbreite (die Querstange 8 Fuß von der …

Deutsche Fußballregeln 1903

„Fussball-Regeln des Deutschen Fussball-Bundes. Gültig ab 15. September 1903. [Abschrift des Abdrucks der Regeln im Deutschen Fussball-Jahrbuch für die Saison 1904/05. S. 15-21. Es handelt sich ganz offensichtlich nicht um eine Übernahme der für die Saison 1903/04 gültigen IFAB-Regeln, wie direkt in § 1 über die Spielfeldmarkierungen ersichtlich ist: Durchgehende Elfmeterlinie, Torraum wird durch zwei Halbkreise um die Torpfosten definiert wurden in den Laws of the Game bereits 1901 durch Strafstoßpunkt und den rechteckigen Torraum ersetzt. Meines Wissens datiert das erste Regelwerk, dass der Spielausschuss des DFB herausgab, von 1905. Wer diese DFB-Regeln erstellte und warum er sich offenbar an IFAB-Regeln der 1880er Jahren orientierte, vermag ich noch nicht zu sagen.  Textformatierungen können mangels Umsetzung in WordPress nicht unverändert übernommen werden. Dafür kommen im Originaltext auffällig viele Tippfehler vor, die hier zwecks besserer Lesbarkeit erbessert wurden.]   § 1. Spieleranzahl, Spielfeld, Spielgeräte, Spieldauer. Das Spiel wird mit 11 Mann auf jeder Seite ausgeführt; mehr als 3 Mann dürfen auf keiner Seite fehlen. Das rechteckige Spielfeld muss 100-110 m lang und 65-75 m breit sein; die Grenzen des …

Inhaltsverzeichnisse – Deutsche Schiedsrichter-Zeitung und DFB-Schiedsrichter-Zeitung

Hier ergänze ich nach und nach die Inhaltsverzeichnisse der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung (1919 von Carl Koppehel gegründet) und der DFB-Schiedsrichter-Zeitung (1926 von Simon Rosenberger gegründet), ab Oktober 1931 „DFB-Schiedsrichter-Zeitung, vereinigt mit Deutsche Schiedsrichter-Zeitung. Alleiniges amtliches Organ der Schiedsrichter des Deutschen Fussball Bundes“ herausgegeben von Carl Koppehel, da Simon Rosenberger im September 1931 an einem Herzinfarkt verstarb. Noch sind es nur wenige Jahrgänge und nicht alle sind komplett. Das soll sich aber im Laufe der Zeit ändern. Je Jahrgang ist das Inhaltsverzeichnis im pdf-Format verlinkt, auf das man per Klick auf das jeweilige Jahr gelangt. So kann man auch leicht das Verzeichnis abspeichern. Short form in English: Here an overview of the tables of contents of the „Deutsche Schiedsrichter-Zeitung“ and „DFB-Schiedsrichter-Zeitung“ will be created. There are still only a few, yet, and not all years are complete, but this will change in the course of time. By clicking on the respective year, a pdf document with the complete table of contents of the year opens. So you can also save the document. The table of contents is in German, …

„Die ‚Schutzhand‘ wird vermutlich noch länger diskutiert werden.“

Es gibt keine Schutzhand. Es gibt sie nicht und es gab sie nicht. Das wiederholen Collinas Erben, Alex Feuerherdt und Klaas Reese, auch in Folge 99 abermals. Ich erinnerte mich beim Hören, dass der Begriff in einer der Schiedsrichter-Zeitungen, die ich durchgesehen hatte, vorkam und fand in meinen Notizen, dass der Begriff um 1930 aufgekommen zu sein scheint.

Quellensammlung: Schiedsrichter bei Deutschlands Länderspielen 1908-1943

Eine Quellensammlung der Schiedsrichter, die Länderspiele Deutschlands zwischen 1908 und 1943 schiedsten. Zunächst die chronologische Übersicht, dann die alphabetische. A collection of all referees who refereed Germany’s international matches between 1908 and 1943. First the chronological overview, then the alphabetical one.   Chronologische Übersicht / chronological overview A = away, H = home  1908 5.4.: Schweiz (A): H. P. Devitte (England) 20.4.: England (H): P. Neumann (Deutschland) 7.6.: Oesterreich (A): G. Wagstaffe Simmons (England) 1909 16.3.: England (A): T. Kyle (England) 4.4.: Ungarn (A): H. Meisl (Oesterreich) 4.4.[!]: Schweiz (H): A. Sohn (Deutschland 1910 3.4.: Schweiz (A): H. P. Devitte (England) 24.4.: Holland (A): J. T. Howcroft (England) 16.5.: Belgien (H): H. J. Willing (Holland) 16.10.: Holland (H): H. Istance (Belgien) 1911 26.3.: Schweiz (H): H. Istace (Belgien) 14.4.: England (H): H. J. Willing (Holland) 23.4.: Belgien (A): J. P. Schumacher (England) 18.6.: Schweden (A): C. Buchwald (Daenemark) 9.10.: Oesterreich (H): H. J. Willing (Holland) 29.10.: Schweden (H): H. J. Willing (Holland) 17.12.: Ungarn (H): H. Meisl (Österreich) 1912 24.3.: Holland (A): J. T. Howcraft (England) 14.4.: …