Alle Artikel in: Fußballgeschichte

Karten für Teamoffizielle 2020/21

Karten für Teamoffizielle 2020/21 – Eine Übersicht über die Karten – Verwarnungen wie Platzverweise – von Teamoffiziellen in der 1. Bundesliga (m), der 2. Bundesliga (m) und DFB-Pokal (m) sowie in der Champions League (m) und der Europa League in der Saison 2020/21. Für den Frauenfußball gibt es leider keine Quellen, die die Infos weitergeben. Für die vergangene Saison siehe hier: Karten für Teamoffizielle 2019/20.

Fußball-Mythen: Wann wurde wo erstmals Fußball gespielt?

Fußball-Mythen – Warum häufig erzählte Geschichte nicht zwangsläufig wahr sind Dieses Grafik enthält so viele falsche, auf Mythen basierende Jahreszahlen. Nicht nur für Deutschland und England, wo es auf den ersten Blick auffällt, sondern beispielsweise auch für Frankreich. Lust auf einen kleine Detektivinnen-Geschichte? ➡️ Zu Frankreich: Le Havre wurde zwar 1872 gegründet, hatte aber keine Fußballabteilung. Wenn das ein Maßstab für die Auswahl sein sollte, müsste in Deutschland mindestens 1848 (VfL Bochum) genannt werden. ➡️ Für Deutschland wäre 1875 richtig gewesen, nämlich in Lüneburg. (Nein, nicht Braunschweig. Konrad Koch ließ in den 1870ern Rugby-Football spielen.) ➡️ Über 1854 für England rätsele ich noch. Die ersten FA Rules wurden 1863 veröffentlicht. Die Regeln des Sheffield FC 1857. Zuvor gab es bereits seit den 1810er Jahren Regeln für football (Varianten aus Fußball, Rugby und anderen Football-Spielarten) an den englischen public schools der Gentlemen-Söhne. Die Regeln von Harrow und Eton gingen nicht nur in die FA Rules ein, sondern auch in die Cambridge Rules. Diese wurden aber erstmals 1848 veröffentlicht. Weshalb für Deutschland 1888 genannt wird? Damit ist …

Geschichtswettbewerb des bundespräsidenten

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2020: Fußballgeschichte Online

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist eine jährliche Veranstaltung, die regelmäßig seit 1973 stattfindet und jedes Jahr unter einem anderen Motto steht. 2020/21 ist das Thema „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“. Binnen sechs Monaten, von Anfang September bis Ende Februar, forschen Schüler*innen zu einem selbstgewählten Thema. Die Ergebnisse sind vielfältig: Einen Artikel, einen Podcast, eine App, ein Tik-Tok-Channel oder Youtube-Video oder Ausstellung – gerne auch crossmedial. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten wird durch die Körber-Stiftung durchgeführt, auf deren Homepage auch alle Informationen gebündelt zu finden sind.

Karten für Teamoffizielle 2019/20

Eine Übersicht über die Karten – Verwarnungen wie Platzverweise – von Teamoffiziellen in der 1. Bundesliga der Männer in der Saison 2019/20. Nach 34. Spieltagen   Rote Karten Max Eberl (Borussia Mönchengladbach, Sportdirektor) 3 Gelbe Karten Steffen Baumgart (SC Paderborn) Marco Rose (Borussia Mönchengladbach) 2 Gelbe Karten niemand 1 gelbe Karte Tim Barten (Werder Bremen, Teammanager) Axel Bellinghausen (Fortuna Düsseldorf, Co-Trainer) Tim Borowski (Werder Bremen, Co-Trainer) Florian Bruns (SC Freiburg, Co-Trainer) Frank Fröhling (FC Schalke 04, Co-Trainer) Florian Kohfeldt (Werder Bremen) Sascha Lense (FC Schalke 04, Sportpsychologe) Julian Nagelsmann (RB Leipzig) Martin Przondziono (SC Paderborn, Geschäftsführer Sport) Uwe Rösler (Fortuna Düsseldorf) Danilo de Souza (SC Paderborn, Co-Trainer) David Wagner (FC Schalke 04) Philipp Wegner (VfL Wolfsburg, Teammanager) Nicht (mehr) angestellte Spieloffizielle Ante Čović (ehem. Hertha BSC): 1x gelb Friedhelm Funkel (ehem. Fortuna Düsseldorf): 2x gelb Sandro Schwarz (ehem. 1. FSV Mainz 05): 1x gelb-rot ••••••••• Header: Christian Spitschka – Gelbe und Rote Karte beim Fußball. CC PD. ••••••••• Ähnliche Artikel Fußballregeln 2019/2020 und die historische Entwicklung What is the purpose of the offside law? Fellowes‘ The …

Wie Trautmann spielte

Am 14. März 2019 kam Trautmann (Originaltitel: The Keeper) in die Kinos. Der Film erzählt das Leben von Bert Trautmann, der als Torhüter von Manchester City weltweit berühmt wurde und 2004 von Queen Elizabeth II. für seine Meriten als Fußball um die deutsch-englische Verständigung als OBE aus. Er verstarb 2013. Von 1949 bis 1964 spielte Bert Trautmann für Manchester City. Wer erwartet, dass ich über die Veränderungen des Torhüterspiels während dieser Jahre schreibe, der hat den gleichen Gedankengang wie ich und muss ernüchtert feststellen: In diesen 15 Jahren betraf keine der Regeländerungen das Spiel des Torhüters. Es ist zugleich die zweitlängste Phase überhaupt, in der sich für Torhüter nichts änderte. An dritter Stelle steht die Phase zwischen 1980 (Torhüter/in darf sich bei der Ausführung des Strafstoßes auf der Torlinie bewegen) und 1992 (Verbot des Rückpasses). Die längste Phase ist die aktuelle, denn seit der Änderung der Vier-Schritte-Regel zu der Sechs-Sekunden-Regel (2000) hat sich für Torhüter nichts mehr geändert. Eine gewisse Änderung wartet aber ab der Saison 2019/20 auf sie: Wenn sie den Abstoß ausführen, muss …

I used these open access sources

I only have a handful of football rules in printed form. My chronology is based on two websites:   Archives of the International Football Association Board On this website almost all the minutes of all The IFAB meetings of the years since 1886. Often the agenda of the meetings is also available as open access.   Laws of football on Wikisource On Wikisource numerous rules are published, however not as a scan, but edited, e. g. different editions of the Sheffield Rules until 1877, the Laws of the Game of the FA and/or the IFAB, the football rules of the Cambridge University, Rugby School and some others. Possible errors in copying the rules can often be checked, as scanned contemporary newspaper articles are linked in which the rule changes are addressed.   Notes: Changes to the laws which do not change the content, or which mention an already established law violation as an example are not included. The law changes of the IFAB meetings of 1933 and 1953 could not be taken into account, since …

Wie sah Sporttraining früher aus?

Häufig fragte ich mich, wie früher im Profi- und Amateurbereich trainiert wurde. Wobei ich mit früher die Zeit vor 1914 meine. Ich habe lange Zeit dazu nichts gefunden, wurde nun aber in zwei zeitgenössischen Büchern fündig. Sowohl, was das Training anging als auch den Grund, weshalb ich lange nichts fand: Es gab kein Training, das den heutigen Terminus erlaubt. Dabei ist die Idee des Trainierens keine des 19. Jahrhunderts. Richard Mulcaster (1561) empfahl, dieses Spiel für „rohe Massen“ durch einen „training master“ eine Person, die „jugde over the parties and hath authroritie to commaunce“, zu kontrollieren [1]Zit. n. M. Marples: A History of Football. London 1954. S. 66-67.. Montague Shearman erwähnt zwar (1887), dass es eine Vielzahl von Büchern über Trainingübungen gibt und meint damit vor allem den Leichtathletikbereich, doch Training meinte zu dieser Zeit immer vorrangig die Ess- und Trinkgewohnheiten der Sportler, selten Bewegung. Going into training „Going into training“ meinte 1863 wie auch 1887, dass man seine Ess- und Trinkgewohnheiten zu einem für einen Sportler vermeintlich gesunden Maß reduzierte – aus heutiger Sicht …

Prämien für Sportzeitungsabonnements 1894

Dieser Blogbeitrag hat mehr mit Sportgeschichte als mit Fußballgeschichte zu tun. Aber das macht es nicht minder interessant: Dies sind die Prämien, die die Sportzeitung Spiel und Sport 1894 für die erfolgreiche Werbung von drei, sechs, zehn, 25, 50, 100 und 250 neuen Abonnements vergab.[1]Vgl. Spiel und Sport 4 (1894), 6. Oktober 1894. S. 19-20. Hier die Übersicht, nach Abonnements gestaffelt, unterteilt in Sportgeräte und -kleidung sowie Nicht-Sportgeräte und -kleidung Da sich die Spiel und Sport vor allem auf Cricket, Lawn-Tennis und Assoziationsfußball konzentrierte, überrascht es nicht, dass die meisten Prämien Sportgeräte für diese Sportarten waren. Aber auch für Radfahrer, Boxer, Golfer, Skisportler, Schachsportler, Segelsportler, Croqueter und Leichtathleten gab es Prämien für erfolgreich geworbene Abonnements. Tatsächlich übten die meisten Sportler nicht nur eine, sondern gleich mehrere Sportarten aus. Was gab es nun für die einzelnen Sportarten und wie waren die Preise? Pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen, da die Qualität und Größe den Preis variieren ließen. Manche Sportgeräte gab es mehrfach als verschiedene Modelle, die teilweise preislich deutlich auseinanderliegen. Und die Übersicht ist sicher nicht …

Die Entstehung des IFAB und seine Regelwerkänderungen

Dieser Beitrag behandelt die Gründungszeit des IFAB während der Jahre 1882 bis 1886.   Das International Football Association Board, kurz: das IFAB, berät beim ersten seiner beiden jährlichen Treffen im Februar oder März jeden Jahres das Fußballregelwerk. Dieses ist für seine Mitglieder, nämlich die Verbände von England, Schottland, Wales, Nordirland (bis 1921 Irland) und alle Mitgliedsverbände der 1904 gegründeten FIFA. Dabei sind nicht alle FIFA-Mitglieder vertreten, sondern vier von ihnen. Die vier FIFA-Vertreter können nur en bloc abstimmen, die vier Vertreter von England, Schottland, Wales und Nordirland getrennt. Es ist eine Zweidrittelmehr für Regeländerungen erforderlich, sodass weder die FIFA noch die vier Gründungsmitglieder des IFAB einander überstimmen können. Änderungen der Spielregeln treten zum 1. Juli in Kraft. Das IFAB wurde am 2. Juni 1886 in London durch die Verbände von England (FA), Schottland (SFA), Irland (IFA) und Wales (FAW) gegründet. Bereits am 6. Dezember 1882 gab es ein Treffen dieser vier Verbände in Manchester, um ein gemeinsames Turnier zu planen (British Home Championship, 1883/84 bis 1983/84 ausgetragen). Hierfür wollten sie ihre sich noch leicht unterscheidenden …

Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 20: What about sports?

„Sport umfasst einen Begriff, den wir nicht durch eine Erklärung zu verdeutlichen im Stande sind.“ Dieser Satz ist aus dem Handbuch des Damen-Sports von Leopold v. Heydenbrand, 1886 in Wien gedruckt (Seite 1). Er ermuntert vielleicht im ersten Moment zu einem leichten Schmunzeln, vielleicht auch zu einem verwunderten Zucken der Augenbrauen. Das Wort Sport gab es nicht vor der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde dann aber sehr schnell in die deutsche Sprache übernommen und nicht eingedeutscht. Das ist schon verwunderlich, da zur gleichen Zeit Konrad Koch und der Zentralausschuss zur Förderung der Volks- und Jugendspiele in Deutschland erfolgreich für die Einführung deutscher Begriffe im Fußball plädierten. Und die Enzyklopädien, Lexika und Handbücher des 19. Jahrhunderts versuchten sich in Übersetzungen, um das unbekannte Wort zu erklären. Etymologisch gesehen trafen sie mit den Begriffen Liebhaberei, Vergnügen, Belustigung, Zeitvertreib, Unterhaltung oder Scherz auch durchaus ins Schwarze, denn „sports“ leitet sich vom mittelenglischen „disport“ und dieses wiederum vom altfranzösischen „desport“ bzw. altitalienischen „diporto“ ab: Belustigung, Freude, Vergnügen. Aber Sport nur mit Vergnügung oder einem Zeitvertreib zu übersetzen ist …

Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 19: Scientific game – Kombinationsfußball, der Zauberfussball des 19. Jahrhunderts

In diesem Beitrag geht es um die Anfänge des combination game im Fußball – um Kombinationsfußball. Wer hat’s erfunden? Nun, das ist umstritten: Manche Quellen nennen schottische Fußballspieler, die ihre eigene Idee eines Fußballspiels nach England brachten und mit ihrem Doppelpassspiel andere Mannschaften locker ausspielten. Oder waren es Clubs aus Sheffield, die in ihrer Football Association das auch für Zuschauer attraktivere „backing up and passing on“ spielten? Durch die Absicherung wurde ein schnelles, sauberes Spiel möglich. Zudem wurden die Begriffe combination game und scientific game schon Jahrzehnte vorher im Rugby und Cricket verwendet und bezeichnete immer eine neuartige Spielweise. Es bezeichnet ein Spiel mit Feinheiten, das vorausgeplant wurde. Der Assoziations-Kombinationsfußball wird schlicht an mehreren Orten in den 1870er und 1880er Jahren entstanden sein. Grund dafür ist auch die erste Veränderung der Abseitsregel 1866 (London Association) bzw, 1871 (Sheffield Association). Bis 1866 gab es eine sehr restriktive Abseitsregel: Abseits ist, wer von den angreifenden Spielern vor die Balllinie kam. Es blieb also als spielerische Möglichkeit nur, den Ball immer nach vorne zu treiben. Wie sollte sie unter …

Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 18: Als Fußball in Deutschland ein Massenphänomen wurde

In Deutschland war wurde Fußball nach dem Ersten Weltkrieg ein Massenphänomen und zudem Nationalsport. Wie kam es dazu, da Assoziationsfußball vor dem ersten Weltkrieg doch vielerorts noch argwöhnisch beobachtet und als Fußlümmelei verschrien wurde? Generell muss man den integrativen Moment der Fußball wie des modernen Sports betonen: Fußball funktioniert als Integrationsmodell. Besonders Ende der 1910er Jahre, nach dem ersten Weltkrieg, da er keine Beschränkungen für Personen verschiedener Religionen, Konfessionen, politischer Überzeugungen und ihres sozialen Milieus macht. Fußball wirkte und wirkt integrativ, kann über die Verschiedenheiten hinweg einer gemeinsamen Identität stiften. Steigende Anzahl von Spieler, Verbänden. Wehrsport und Ventil. So vervierfachten nicht nur die Zahl der in Verbänden organisierten Fußballer enorm, sondern auch die Zahl der Verbände und der ausgespielten Meisterschaften. Der größte Verband war zweifelsohne der DFB, gefolgt vom Arbeiter-Sport und Turn-Verband. Viele von ihnen haben Fußball als Wehrsport im Krieg kennengelernt, sodass nach dem ersten Weltkrieg die „Grenze zwischen Militär- und Zivilsport […] bis zur Unkenntlichkeit verwischt“ war. [1]Eggers, Erik: Fußball in der Weimarer Republik. In: Stadion. Internationale Zeitschrift für Geschichte des Sports 25 …

Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 17: Die ersten Sportzeitschriften

Die Fußballberichterstattung kam in Deutschland wie in Österreich in den 1890er Jahren auf. Sportjournalisten gehörten zusammen mit Sportartikelherstellern und -händlern, Bau- und Transportunternehmern, Buchmachern und Getränkeherstellern zu den Personengruppen, die direkt vom modernen Sport profitierten. Die ersten Fachjournalisten waren meistens aktive Fußballer, die versuchten, auf diese Weise den Markt für diese neue Art der Zerstreuung zu erschließen. Die allererste Sportzeitschrift erschien aber bereits im Oktober 1792. „The Sporting Magazine, or Monthly Calendar of the Transactions of the Turf, the Chase and every other Diversion interesting to the Man of Pleasure, Enterprize, and Spirit“ ging es allerdings um die damals beliebtesten Sportarten der Oberschichten: Jagd und Pferderennen.[1]Behringer, Wolfgang: Kulturgeschichte des Sports. Vom antiken Olympia bis zur Gegenwart. München 2012. S. 236. Hier stelle ich die beiden Sportzeitungen Sport im Bild von Andrew Pitcairn-Knowles und Spiel und Sport von John Bloch vor.   Sport im Bild Andrew Pitcairn-Knowles (1871-1956) war einer der ersten Sportjournalisten im Deutschland des späten 19. Jahrhunderts und bezeichnenderweise Engländer. Er wuchs als Sohn eines Wollhändlers in der Wiesbadener Engländerkolonie auf und studierte später …

Die Spielpositionen am Anfang des 20. Jahrhunderts

In den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Fußballspiel von einer von den Massen argwöhnisch beobachteten zu einer die Massen begeisternden Sportart. Obgleich sie noch einige Jahre ein reiner Amateursport blieb, wollte man dennoch mit anderen Ländern wettbewerbsfähig werden. Welche Vorbereitung es dazu bedarf und welcher Spieler besser als Torwart oder als Außenläufer geeignet ist, das beschrieben auch schon Richard Girulatis und Johannes Scharfe in ihren theoretischen Werken zum Fußballspiel. Was verlangte man von Spielern um die Jahrhundertwende oder in den 1920er Jahren? Wie sah ein Training in dieser Zeit aus? Was wurde eingeübt? Auf was wurde geachtet? Nach Girulatis und Scharfe sollten alle Fußballspieler einmal wöchentlich einen Kilometer im mittleren Tempo laufen, 50 m über hohe Hürden springen und die Ballbehandlung mit den Füßen und dem restlichen Körper, Sprinten, Atmenholen, Kombinationsspiel, Entschlusskraft und die Schulung des Auges regelmäßig üben. Dazu kam ein gesunder Lebensstil mit möglichst wenigen Genussmitteln. Neben der eine taktisch sinnvollen Aufstellung, die sich am Können der eigenen Spieler und der Spielweise des Gegners orientiert und neben einem gesunden …

Die Entstehung von Fußball außerhalb des UK und des deutschen Kaiserreichs

„Die Gründerväter der FA hatten damit aus einem alten Kampf- und Wett-Spiel ihrer Standeskultur einen rational organisierten Sport gemacht, der überall und von jedermann […] ausgeübt werden konnte.“.[1]Eisenberg, Christiane: Einführung. In: Christiane Eisenberg (Hg.): Fußball, soccer, calcio. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt. München 1997. S. 7-21, hier S. 9. In fast allen hier untersuchten Ländern waren es englische Geschäftsleute, Ingenieure, Studierende und Reisende, auch Botschaftsnagehörige, die in Deutschland nicht auf Fußball verzichten wollten und ihn hier indirekt und ungewollt bekannt machten – meistens um die 1880er Jahre.[2]Vgl. Eisenberg, Christiane: Einführung. In: Christiane Eisenberg (Hg.): Fußball, soccer, calcio. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt. München 1997. S. 7-21, hier S. 9. Fußball schlug dann Wurzeln, wenn es seinen aktiven und passiven Kennern gelang, das Spiel mit konkreten Dingen aufzuladen; das war fast überall das Militärische durch den übersteigerten Nationalismus und den Hegemonialfantasien der Großmächte.[3]Vgl. Eisenberg, Christiane: Einführung. In: Christiane Eisenberg (Hg.): Fußball, soccer, calcio. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt. München 1997. S. 7-21, hier S. 9. Durch …

Fußballgesang in Deutschland vor 1933 – Ein erster Einblick

Was Fußballfangesänge und Wallfahrtslieder gemein haben? Sie werden auf schon bekannte Melodien gesungen, denn so muss nur der neue Text und nicht auch noch die Melodie gelernt werden. Das trifft nicht nur auf die heutigen Lieder, die auf die Titelmelodie des A-Teams, Pippi Langstrumpf oder „Seven Nation Army“ von den White Stripes gesungen, sondern auch schon zur 20. Jahrhundertwende, als der „Assocation Football“ als „Fußball ohne Aufnehmen des Balles“ bekannt wurde. 90 deutsche Fußballfanlieder habe ich im volksliederarchiv.de gefunden, allesamt aus den drei Fußballliedsammlungen „Fußball Sang und Klang“, „Fußball-Liederbuch“ und „Sport-Liederbuch“, die bis 1933 in mehreren Auflagen erschienen sind. Aus den Liedtexten habe ich Wordles kreieren lassen. Bevor zu den Wordles komme, noch ein paar einleitende Worte. (Am Schon-mal-kurz-runterscrollen hindere ich euch nicht, falls ihr allzu neugierig seid.) Mir ist bewusst, dass das keine äußerst representative Auswertung ist. 90 Lieder sind wahrscheinlich nur ein kleiner der zwischen 1895 und 1933 kursierenden Liedern Ich habe nur im Volksliederarchiv gesucht und nur nach dem Stichwort „Fußball“ (dass das ß auch zu ss auflöst und Wörter findet, in dem …