Regel 17: Der Eckstoß

Regel 17: Der Eckstoß

Wie so häufig: In den Regelwerken von Cambridge und Uppingham, hier auch im ersten der Football Association von 1863 wurde der Eckstoß nicht thematisiert. Das Regelwerke der Sheffield FA von 1858 kennt den Eckstoß, er wurde von 1862-1868 durch das Rouge ersetzt (Eine Erklärung, was das Rouge ist, findet sich hier mittig unter „Fair Catch und Rouge“.). In der Football Association wurde 1872 der Eckstoß eingeführt. Das lässt darauf schließen, dass mindestens die Cambridge Rules keinen Eckstoß kannten.

In den Sheffield Rules war der Eckstoß von 1858-1862 und 1868-1871 ein indirekter Freistoß, von 1871-1877 ein direkter Freistoß (= man kann direkt ein Tor aus einer Ecke erzielen), nach der Zusammenlegung mit der Football Association 1877 wieder ein indirekter Freistoß und schließlich seit 1924 wieder ein direkter Freistoß.
Eine direkt verwandelte Ecke nennt man olympic goal. Şükrü Gülesin, ein Fußballer der 1950er Jahre, ist der Fußballer mit den meisten olympic goals, Paul Owens der erste Spieler, der zwei olympic goals in einem Spiel schoss (2012).

Seit 1877 markiert ein Viertelkreis von 1 m Radius den Bereich, von dem der Ball bei der Ecke ins Spielfeld geschossen werden muss. (Siehe zur Entwicklung des Spielfeldes Regel 1.)

Cite this article as: Petra: Regel 17: Der Eckstoß. In: Nachspielzeiten, 12. Juli 2017. URL: http://nachspielzeiten.de/regel-17-der-eckstoss/ (zuletzt aufgerufen: 14. Dezember 2017).
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2 Gedanken zu „Regel 17: Der Eckstoß

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