Autor: Petra Tabarelli

Laws of the Game 2022/23

Laws of the Game 2022/23 and their historical development

The IFAB has announced the presumed changes in the Laws of the Game 2022/23, which still have to be confirmed by the General Assembly. Their meeting, originally scheduled for the beginning of March, was postponed indefinitely due to the war in Ukraine. The proposed amendments of the ABM (a meeting with all secretaries of the five associations) have now been published. These will most likely also receive the necessary majority. The deadline for the Laws of the Game 2022/23 is 1 July 2022, but competitions already in progress will continue to be played according to the Laws of the Game 2021/22.

Fußballregeln 2022/2023 und ihre historische Entwicklung

Das IFAB hat die vermutlichen RegelĂ€nderungen der Fußballregeln 2022/2023 bekanntgegeben, die aber noch von dem General Assembly bestĂ€tigt werden mĂŒssen. Deren ursprĂŒnglich fĂŒr Anfang MĂ€rz geplante Treffen wurde wegen dem Krieg in der Ukraine auf unbestimmte Zeit verschoben. Veröffentlicht wurden nun die ÄnderungsvorschlĂ€ge des ABM (ein Treffen mit allen Secretaries der fĂŒnf VerbĂ€nde). Diese werden höchstwahrscheinlich auch die nötige Mehrheit erhalten. Stichtag fĂŒr die Fußballregeln 2022/2023 ist der 1. Juli 2022, aber zuvor schon laufende Wettbewerbe werden noch nach den Regeln 2021/22 weitergespielt. 

(K)Eine neue Idee: Abseits nur x Yards vor dem Tor

In einem Interview mit Sportskeeeda brachte der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Keith Hackett eine Abseitsidee ins Spiel: Es gilt das Abseits nur x Yards vor dem Tor. Es gibt sie schon Jahrzehnte. Seit 100 Jahren wird sie immer wieder debattiert, wurde aber bislang nie in die Regeln ĂŒbernommen. Die Rede ist von der Idee, dass eine strafbare Abseitsstellung nur in einem gewissen Abstand vor dem Tor möglich ist. Das ist nicht ganz neu, denn nichts anderes besagt die aktuelle Regel: Eine strafbare Abseitsstellung ist nur in der gegnerischen HĂ€lfte möglich. Bei den VorschlĂ€gen, die seit ziemlich genau 100 Jahren immer wieder genannt werden, geht es aber um noch einen engeren Raum. Mal sind es 40 Yards vor dem Tor, mal 18 Yards vor den Toren (d.h. Strafraum + die beiden Seiten bis zur Seitenlinie). Mal nur innerhalb des Strafraums, mal nur außerhalb des Strafraums… Es gibt sehr viele und sie sind am Ende des Artikels aufgelistet, erstmal aber mal zu Hacketts Vorschlag: Er nimmt im Interview mit Sportskeeda Bezug auf die NASL (North American Soccer League) in …

Concussions: Wie entstand das Kopfballspiel?

Das Kopfballspiel etablierte sich in England erst in den 1870er Jahren. Ob es am Verbot des Fair Catch im Fußball (association football/soccer) lag, ist nicht belegt. Aber es wĂŒrde zeitlich passen. Korrelation? KausalitĂ€t? LĂ€sst sich bislang nicht belegen. Der Fair Catch Was ist der Fair Catch? Manche von euch kennen ihn aus anderen Football-Spielarten wie American Football. Das ist auch der Grund, weshalb er bis 1871 Teil der Fußballregeln war, den die Spielvarianten hat einen gemeinsamen Ursprung: Football. An der Privatschule in Rugby war das running game beliebt (mit Tragen des Balles). Die Eton School spielte bewusst (fast) ohne Handspiel, d.h. Ein unbewusstes, unabsichtliches Handspiel war nicht verboten und ebenso das direkte Fangen eines Balles aus der Luft – dem Fair Catch. Ihr ahnt es, die Schulen in Rugby und Eton standen vor 200 Jahren im Clinch. Im Zuge der Trennung der Football-Spielarten kam es zum Verbot des Fair Catches – in allen großen englischen RegionalverbĂ€nden gleichzeitig. Das Kopfballspiel etabliert sich Spielberichte zeigen, dass in den 1870er Jahren die KopfbĂ€lle zunahmen. Erst jetzt wurde aus …

Zukunftsvisionen 1925: Fußball im Jahr 2000

Fußball im Jahr 2000, das ist mittlerweile Vergangenheit. 1925 war es noch Zukunftsvision und daher klingt der Artikel „What to expect in the year 2000“, der am 1. Mai 1925 im Mansfield Reporter erschien, spannend. Wie war denn nun die Zukunftsvision? Wie stellte man es sich das Fußballspiel zur folgenden Jahrtausendwende vor? Doch auf den ersten Blick wird man enttĂ€uscht. Das verrĂ€t auch schon der Beginn des Titels: „Football Special. Exclusive Interview with a Martian“. Doch zwischen den Zeilen lĂ€sst sich viel ĂŒber die Ideen und WĂŒnsche des Verfassers, Sportjournalist L. V. Manning, herauslesen. Worum geht es? Der Artikel ist in Prosa verfasst und erinnert in seinem Beginn eher an Kafka: „Wie er in das Zimmer kam, kann ich nicht erklĂ€ren. Ich weiß nur, dass er dort war, sich an meinem Tabak bediente und meinen Whisky und mein Soda wie ein normaler Sterblicher genoss. ‚Das wird eine tolle Geschichte‘, sagte er, ‚aber ich glaube nicht, dass man mir glauben wird, wenn ich zurĂŒckkomme.‘.“ Es stellt sich heraus, dass L. V. Manning einen Sportjournalisten vom Mars vor …

Neu auf Nachspielzeiten – der Newsletter

Jaaaa, Alliterationen sind eine allzu angenehme Angelegenheit. Aber darum soll es nicht gehen. Vielmehr möchte ich meinen Newsletter rund um die Fußballregeln etwas promoten. Weiter unten findet ihr den letzten Newsletter, der Anfang dieses Monats verschickt wurde als Appetizer. Was erwartet euch? Alle 20 Tage bekommt ihr von mir eine Mail und darin neuen Artikeln auf Nachspielzeiten, alleÂ đŸ’« Artikel der Woche, meine GastbeitrĂ€ge, Interviews, etc. zu Fußballregeln und/oder Schiedsrichter*innen seit dem vorherigen Newsletter. Dazu ein paar handverlesene Linktipps zu Artikeln, Podcastfolgen, BĂŒcher und anderem. Ihr verpasst also nichts mehr von dem, was ich schreibe, erzĂ€hle und gut finde. đŸŠžđŸŒâ€â™€ïž Und nun, wie schon geschrieben, die aktuelle Ausgabe des Newsletters. Nicht wundern, es ist ziemlich lang, weil es die erste Ausgabe in diesem Jahr ist. (Der Newsletter ist auch optisch etwas schöner als WordPress es darstellen kann.) ‱ Hi! Hier kommt der erste Newsletter im neuen Jahr! Ich hoffe, du bist gesund und gut hineingekommen. Da es im Januar keinen Newsletter kam, ist dieser ziemlich lang. Nachspielzeiten auf Instagram In den letzten Wochen hat sich so …

Ohne Spesen nix gewesen?

Es gab ĂŒber Schiedsrichterspesen Ende der 1920er Jahre eine Diskussion, da sie die Auslagen fĂŒr ihr Ehrenamt bezahlt haben möchten. Das wurde ermöglicht, doch gab es keine einheitliche Regelung in den einzelnen LandesverbĂ€nden – bewusst, „da in den einzelnen Kreisen des Verbandsgebietes ganz verschiedenartige VerhĂ€ltnisse herrschen“[fn]Vgl. NN: Zur Frage Schiedsrichterspesen. S. 6.[/fn]. Die Spesen schwankten zwischen 2 Mark und 12 Mark. In Berlin grundsĂ€tzlich wurde die Eisenbahnfahrt 3. Klasse anerkannt Tagesspesensatz betrug 7,50 Mark, wurde aber nur anerkannt, wenn die Fahrt mehr als 100 km umfasste 5,00 Mark Spesen, wenn kein Schnellzug benutzt wurde 3,00 Mark Spesen fĂŒr einen halben Tag Alle Fahrt- und Aufenthaltsspesen zahlte der Verband Im Westdeutschen Verband Beitragsfreiheit im Verein Ausweis, der Inhaber legitimierte und gewisse VergĂŒnstigungen schuf, z. B. fĂŒr freien Besuch eines Verbandsspiels, sofern man in dem gleichen Monat schon als Schiedsrichter im Einsatz war Eisenbahnfahrt in 3. Klasse, wobei Sonntagskarten zu lösen waren, soweit solche ausgegeben wurden erhielten die tatsĂ€chlichen Ausgaben; Höchstsatz 6,00 Mark bei notwendiger Übernachtung zusĂ€tzlich 5,00 Mark (gegen Vorlage der Originalrechnung) Bei Spielen am Ort …

Ein Regelabend 1929

Schiedsrichter-Regelabende werden nicht gut besucht. Meistens sind es nur die, die erst vor kurzem ihre erste PrĂŒfung abgelegt haben, so das ResĂŒmee in einem Artikel von 1929 in der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung. Dabei sind sie doch so wichtig! Empfohlener Inhalt der Regelabende Ursprung des Fußballs, den man damals in Frankreich, Italien und England sah Die wichtigsten RegelĂ€nderungen „1862 Trennung Rugby und „Assoziation“ [tatsĂ€chlich war das viele Jahre spĂ€ter] Rugby heute vornehmlich Amerika und Frankreich, Deutschland nur schwach Mit RegelĂ€nderungen hĂ€lt TaktikĂ€nderung Schritt. Erste Spielart 2 TorwĂ€chter[!], 8 StĂŒrmer, 1 Verbinder, spĂ€ter 1 Torwart, 2 LĂ€ufer, 2 Verteidiger, 6 StĂŒrmer. Siehe heutige Umstellung wegen verĂ€nderter Abseitsregel, Bestrebungen W-Form in M-Form zu Ă€ndern 1863 GrĂŒndung englischen Verband 1880 Recht auf Hinausstellung geschaffen 1882 International Board (höchste Regelkommission) gegrĂŒndet. 1884 EinfĂŒhrung von Linienrichtern und Schiedsrichterball 1888 Gewicht des Balles wird festgelegt 1890 Elfmeter erfunden [tatsĂ€chlich war es 1891] 1891 Tornetze auf geschlossenen PlĂ€tzen; fĂŒr Elfmeter wird Spielzeit verlĂ€ngert Erste Entwicklung der Regeln abgeschlossen Jetzt Vierteljahrhundert Ruhe 1918 Erster Antrag auf Aenderung der Abseitsregel 1920 Bei Einwurf kein Abseits 1923 …

„Solche Youssof Mohameds“

Simon Rosenberger war wie Walther Bensemann kosmopolitisch, wenngleich ihm fĂŒr eine Äußerung gegen den Ă€gyptischen Schiedsrichter Youssof Mohameds Rassismus vorgeworfen werden kann. Sechs Tage nach dem 3:0-Sieg gegen die Schweiz spielte Deutschland im Viertelfinale gegen Uruguay, ebenfalls im Amsterdamer Olympiastadion. Nach Protest des DFB wurde Schiedsrichter Johannes Mutters durch Youssouf Mohamed ersetzt. Mutters und der deutsche Spieler Hans Kalb hatten schon vorher Unstimmigkeiten und der DFB befĂŒrchtete kein faires Umgehen mit ihm. Dass Kalb beim folgenden 4:1 Uruguays dennoch am Platz gestellt wurde, lĂ€dt mich zum Schmunzeln ein. Auch Rosenberger und Kalb waren schon mal aneineinandergeraten, allerdings nur in Schriftform. Simon Rosenberger war Redakteur des Westdeutschen Sport und zeigte sich nach einem Spiel zwischen NĂŒrnberg und FĂŒrth beschĂ€mt. Den Grund kenne ich nicht, weil mir der Artikel unbekannt ist. Doch Hans Kalb. Spieler des 1. FCN, echauffiert sich ĂŒber ihn. So sehr, dass er an Walther Bensemann bzw. den Kicker einen Leserbrief schrieb, der abgedruckt wurde und Kalbs Abneigung gegen Rosenberger zeigte. Ich vermute, dass Rosenberger seinen messerscharfen Zynismus verwendet hatte, der voll ins Schwarze …

Das „Mantelgesetz“: Gemeinsame Grundlagen fĂŒr das Schiedsrichterwesen

Das „Mantelgesetz fĂŒr die Schiedsrichterorganisation des DFB“ schuf gemeinsame Grundlagen fĂŒr die Organisation des Schiedsrichterwesens in den LandesverbĂ€nden. Darauf kann dann jeder Verband nach eigenen BedĂŒrfnissen aufbauen. Schwierige Entstehungszeit Das Gesetz sollte bereits 1925 Geltung erhalten, doch die Ratifizierung wurde zunĂ€chst von manchen LandesverbĂ€nden blockiert, dann doch angenommen (1926). Dennoch blieb die Ablehnung von manchen LandesverbĂ€nden bestehen. 1926 befĂŒrchtete der Verfasser des Gesetzes, Simon Rosenberger, die Ratifizierung sei „mehr als zweifelhaft, weil manche VerbĂ€nde prinzipiell gegen jeden Ausbau des Schiedsrichterwesens sind und andere die HauptgrundsĂ€tze dieses Mantelgesetzes schon wieder verlassen haben“ (Simon Rosenberger: Organisationsfragen. In: DFB-Schiedsrichter-Zeitung 17/1926 (09.09.1926). S. 129-131:, hier S. 129.) Ende September 1926 fand in Berlin eine vierstĂŒndige Sitzung statt, die von DFB-Bundesspielausschusses und DFB-Bundesschiedsrichterausschusses angeberaumt wurde. Eingeladen waren alle LandesverbĂ€nde mit einem Vertreter teilzunehmen, um wichtige Schiedsrichterfragen zu erörtern. Doch nicht alle LandesverbĂ€nde nahmen teil: Pfosch (Mannheim fĂŒr SĂŒddeutschland), Gerstenberg (Hamburg fĂŒr Norddeutschland), Tag (Dresden fĂŒr Mitteldeutschland) und Stenzel (Berlin). Danach sah es danach aus, dass das Mantelgesetz beim nĂ€chsten Bundestag angenommen wurde, doch es wurde ĂŒberhaupt nicht thematisiert. Wurde wirklich vergessen, es …

Rosenberger ĂŒber Profifußball

Das Thema Profifußball wurde in den 1920er Jahren heiß diskutiert. Der DFB hielt am Amateurspielerparagraph fest: Spieler dĂŒrfen fĂŒr das Fußballspielen nicht bezahlt werden. Dabei waren Zahlungen unter der Hand bereits vor dem 1. Weltkrieg gang und gebe gewesen: Ein einfacher BĂŒrojob, eine schöne Wohnung,… es gab vielfĂ€ltige Möglichkeiten. 1920 wurde ein erster Versuch der BrĂŒder Eidinger gestartet, der allerdings alles andere als erfolgreich verlief. (Mehr zu den HintergrĂŒnden in meinem Artikel „Die European Super League: Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich„.) Rosenberger: Kein Verbot, um Oberhand zu behalten Simon Rosenberger war kein Verfechter des Profifußballs, aber er war Realist und erkannte, dass die Entwicklung nicht aufzuhalten sein. Er war gegen ein strenges Verbot und empfahl in zahlreichen Artikeln gebetsmĂŒhlenartig, Profifußball zu erlauben und damit auch zu lenken. Irgendwann mache ich mir mal die MĂŒhe, alle Ausgaben des Kickers und der DFB-Schiedsrichter-Zeitung bis zu Rosenbergers Tod nach Artikeln zu durchforsten, in denen er Profifußball thematisierte. Bis dahin als Auswahl zwei seiner Meinungsartikel. Reinliche Scheidung?  „Man muss sich mit Berufsspielertum befassen, denn es ist die …

2x 10 Gebote fĂŒr Schiedsrichter

Zehn Gebote fĂŒr Schiedsrichter, diesmal von J. T. Howcraft, „Englands populĂ€rster Schiedsrichter“ Entsprach dem allgemeinen Konsens des internationalen Schiedsrichterwesens. „Anrempeleien der Zuschauer entziehe dich!“ „PrĂ€pariere dich körperlich und sei mĂ€ĂŸig!“ „Habe keine Furcht vor Fehlern!“ „Scheue dich nicht, sie einzugestehen!“ „Pfeife nach Bedarf, doch nie zu viel!“ „Stelle in Gewissenhaftigkeit die höchsten AnsprĂŒche an dich selbst!“ „Verwarne lieber zu frĂŒh als zu spĂ€t!“ „Du sollst keine Platzbesitzer kennen!“ „Achte die Spieler, auf daß du geachtet werdest!“ „Hab‘ eine Elefantenhaut!“ Weitere zehn Gebote fĂŒr Schiedsrichter aus einer ungenannten englischen Zeitung, abgedruckt in der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung von Koppehel Mit einer recht national-imperialistischen Sicht, die eher Koppehels VerstĂ€ndnis‘ entsprach. „Achte das Spiel und seine Regeln. Lies die Regeln und vertiefe dich darin.“ „Es ist nur ein Gesetz – nach dem sprich Recht. Es gibt nur ein Spiel – leite es. Es gibt aber eine Menge – beachte sie nicht. (Beamte sind eine besondere Rasse: sie sollten ĂŒber Groll und Vorurteil erhaben sein. Sie gehören zur Menge.)“ „Gedenke, daß du Oberster der Kunst, daß dein Wort Gesetz ist und …

Der Beginn der Schiedsrichtervereinigungen

In England gab es sie ab 1893, in Deutschland ein paar Jahre spĂ€ter: Schiedsrichtervereinigungen. Simon Rosenberger war GrĂŒndungsmitglied der MĂŒnchener Schiedsrichtervereinigung, die im Februar 1901, kurz nach seinem 16. Geburtstag, erstmals zusammenkam. Damit war sie eine der ersten, wenn nicht die allererste solche Vereinigung in Deutschland. SpĂ€ter war er auch aktiv an der GrĂŒndung der Bayerischen Schiedsrichtervereinigung (1918), der Schiedsrichtervereinigung des SĂŒddeutschen Fußballverbandes (1924) sowie des Bundesschiedsrichterausschusses (1924) beteiligt – und jeweils auch direkt im Vorstand engagiert. Boom nach 1920 Durch den Fußballboom nach dem ersten Weltkrieg wurden vermehrt Schiedsrichter benötigt, die jedoch nicht immer fĂŒr dieses Amt geeignet waren. Es gab Schiedsrichter, die allzu autoritĂ€r war und andere, die sich durch die raue Stimmung auf und seitlich den Platz irritieren ließen. Schiedsrichterinnen sind fĂŒr Deutschland vor den 1950er Jahren keine bekannt. Die wenigsten waren freiwillig Schiedsrichter geworden, sondern ĂŒbernahmen aus GefĂ€lligkeit oder anderen GrĂŒnden das Amt oder mussten pfeifen, weil sie vom Verein oder Verband bestimmt wurden. Entsprechend schlecht besucht waren die Regelabende und entsprechen hĂ€ufig (60%) blieben Schiedsrichter nicht lange dabei. Das fĂŒhrte damals wie heute …

Altphilologenregie, begossen mit antik-vaterlÀndischer Tunke

Am frĂŒhen Nachmittag des 28. Mai 1928 fluchte Simon Rosenberger wĂ€hrend des Spiels Deutschland. WĂ€hrend des Achtelfinale des Olympischen Fußballturniers im Amsterdamer Olympiastadion machten sich niederlĂ€ndische Fans in seiner NĂ€he ĂŒber die ersten Worte der deutschen Hymne lustig machten – damals sang man noch die erste Strophe. So schreibt Erik Eggers in seiner Kurzbiografie zu Simon Rosenberger in der zweiten, ĂŒberarbeiteten Auflage von Fußball in der Weimarer Republik (Kellinghusen 2018, S. 104-105). Patriotismus vor 1933 Ein Indiz, dass Simon Rosenberger national(er) orientiert war als Bensemann? Allein die Verteidigung der Hymne ist mich kein ausreichendes Indiz, denn es gibt dagegen mehrere Äußerungen von Simon Rosenberger, die vielmehr ein kosmopolitische Einstellung verdeutlichen. Eine sehr deutliche Äußerung gegen die vermehrt nationale Ausrichtung des DFB findet sich im Artikel „Bundesausschuss“, der im November 1921 im Kicker erschienen ist. Rosenberger kritisierte die Veranstaltung der „Körperzuchtwochen“, in denen „Kampfspiele“ mit „Kunst“ im altgriechischen Sinne verbunden werden sollen, die aber in national(istisch)er Sprache angepriesen werden. Bundesausschuss „Unsere Kampfspiele 1922 unter Altphilologenregie, begossen mit antik-vaterlĂ€ndischer Tunke. [
] Das Wort ‚vaterlĂ€ndische‘ hat heute einen …

Der Schwabenstreich

Ich stelle mir immer vor, dass Simon Rosenberger an diesem Tag an seinem Schreibtisch in der Kickerredaktion sah und einen Anruf oder ein Telegramm erhielt. Er riss kurz die Augen auf, vielleicht auch den Mund, und verfiel dann in ein kopfschĂŒttelndes Lachen. Die Emotionen, die er dabei spĂŒrte, packte er in einen sehr zynischen Artikel gegen die Stadt Stuttgart, der am 10. April 1922 im Kicker erschien. (CW: Physische Gewalt als Metaphorik.) Was war vorgefallen? An einem evangelischen Feiertag sollte ein Fußballspiel zwischen einem Auswahlteam des Kreises WĂŒrttemberg gegen eine Auswahl des Nordmainkreises in Stuttgart stattfinden. Die Veranstaltung wurde wochenlang beworben und nur einen Tag vor dem Spiel seitens der Stadtverwaltung Stuttgart verboten. Das Spiel wurde aber trotzdem durchgefĂŒhrt – sei es aus Trotz, um nicht auf den Unkosten sitzen zu bleiben oder aus Unkenntnis. Das ist mir nicht bekannt. Lest den Artikel. Viel Spaß beim Schmunzeln. Ein Schwabenstreich Wer lacht da? Bitte, das ist kein Aprilscherz! Das ‚Urteil‘ trĂ€gt den[!] Datum des 4. und nicht das des 1. April! Das ‚corpus delicti‘ war das …

Simon Rosenberger, Walther Bensemann und der MTV MĂŒnchen von 1879

Zum Jahresbeginn 1921 war Konstanz stark bewölkt, doch ein Leserbrief ließ die Miene von Walther Bensemann schmunzeln. Der Herausgeber der vor wenigen Monaten gegrĂŒndeten Fußballzeitschrift „Der Kicker“ hĂ€lt einen Brief vom Vorsitzenden des MTV MĂŒnchen von 1879 in der Hand, den er in der zweiten Ausgabe des Kickers auch abdrucken ließ. „Kollege‘ Freund, PrĂ€sident der F.A. des rĂŒhrigen M.T.V. MĂŒnchen hat das Wort: ’Sehr geehrter Herr Bensemann! ZunĂ€chst erlaube ich mir, Ihnen meine besten WĂŒnsche zum Jahreswechsel zu entbieten. Möge das Jahr 1921 fĂŒr Sie und Ihren ‚Kicker‘ ein glĂŒckliches und erfolgreiches werden. In materieller Form gebe ich meinen GlĂŒckwĂŒnschen Ausdruck, indem ich gleichzeitig eine kleine Sammlung von Abonnements auf Ihr Postscheckkonto ĂŒberweise. FĂŒr die Veröffentlichung meiner Mannschaft in einer Ihrer letzten Nummern sage ich Ihnen meinen herzlichen Dank. Wir haben uns sehr darĂŒber gefreut. Meine Mannschaft gedenkt nach Abschluss der Ligaspiele, die vor dem Kriege bestandenen internationalen Beziehungen wieder aufzunehmen und so haben wir uns mit F.C. Internazionale Mailand, mit Turin, F.C. Winterthur, Old Boys Basel und einem hollĂ€ndischen Verein in Verbindung gesetzt. Ostern und …

Peco Bauwens – ein Opportunist am Grabe Rosenbergers

Auf dem jĂŒdischen Friedhof in Köln-BocklemĂŒnd herrscht eine aufgeregte, traurige Stimmung. Viele Menschen umringen ein frisches Grab und ein Mann hĂ€lt in deutlich kölnischem Akzent eine Rede. Die BegrĂ€bnisrede Der Mann mit den ausgeprĂ€gten Wangenknochen, der fliehenden, hohen Sturm und den Knopfaugen wohnte nur 7,5 Kilometer von dem Friedhof entfernt: In der Clever Straße 13 im Agnesviertel, Neustadt, in der NĂ€he des Rheins. Was Peco Bauwens am Grab von Simon Rosenberger sagte, ist nicht ĂŒberliefert. Wohl waren es lobende Worte ĂŒber seine Hingabe und seine Freude fĂŒr das Fußballspiel in Deutschland, das erst am Ende seines Lebens populĂ€r wurde. Vielleicht sprach er ĂŒber Rosenbergers Engagement fĂŒr die Anpassung der deutschen an die internationalen Fußballregeln und seine seltene Gabe, die Regeln unterhaltsam und verstĂ€ndnisfördernd vorzutragen. Oder seinen Einsatz fĂŒr das Schiedsrichterwesen: Einheitliche Regelauslegung, einheitliche Ausbildung, das Buch „Der Schiedsrichter“, der Bundesschiedsrichterausschuss mit seinem Mantelgesetz, die DFB-Schiedsrichter-Zeitung, 
 die Liste der möglichen Themen ist lang. Das Einzige, was wir durch einen Zeitungsartikel gesichert wissen: Er sprach als Vertreter des DFB sowie zahlreiche lokale Schiedsrichtervereinigungen und VerbĂ€nde, die nicht …

Die Eltern: Eva und Max Rosenberger

Eva Emma Rosenberger, geborene Heymann wurde am 22. Juni 1860 in Trzęsina im sĂŒdlichen Polen, damals Preußen, geboren. Max Rosenberger wurde am 8. April 1859 in Hultschin (Kreis Oppeln, Oberschlesien) geboren. Am 15. September 1881 heirateten beide in Stuttgart und zogen am 18. Januar 1882 nach MĂŒnchen. Da war Eva Rosenberger schon mit ihrem ersten von sechs Kindern schwanger, die sie in zehn Jahren gebar: Dorothea (*16.11.1882), Anna Selma (*01.02.1884), Simon (*02.02.1885), Rosa Elvira (*11.01.1887), Else (*11.08.1888) und Hedwig (*26.01.1892). Wohnorte Die Familie zog bis 1907 hĂ€ufiger innerhalb der MĂŒnchener Altstadt und Maxvorstadt um. Nicht immer ist ĂŒberliefert, wann genau: bis 1892: Hackenstraße 1a 1892-(1893/1898): Sendlinger Straße 12 (2. OG) (1893/1898)-1905: Thal 30 (2. OG) 1905-1907: Fraunhoferstraße 4 (3. OG) Ab dem 17. Juli 1907 wohnten sich dann in der TĂŒrkenstraße 26 im 3. OG, gegenĂŒber der damaligen Kaserne, heute Pinakothek. Max Rosenbergers Berufe Vater Max Rosenberger war zu Simons Geburt Kaufmann von Beruf und besaß ein KonfektionsgeschĂ€ft fĂŒr Herren und Jungen. ZunĂ€chst in der Sendlinger Straße 16, dann im FĂ€rbergraben 12 (2. OG) und schlißlich …

Nachrufe auf Simon Rosenberger

Es war wenige Tage vor Weihnachten 2017, als ich in der Bibliothek der Sporthochschule Köln auf Simon Rosenberger stieß. Es war der Nachruf von Carl Koppehel in der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung. Ausgerechnet Koppehel, denke ich jetzt. Welche Ironie. Es war das erste Mal, dass ich ĂŒber Simon Rosenberger las und das letzte Mal, dass Koppehel Rosenbergers Name veröffentlichte.

Elfmeter! Wie der Strafstoß in die Regeln kam

Elfmeter bzw. StrafstĂ¶ĂŸe sind geliebt und gehasst. Die Idee, eine Challenge, ein Duell aufs Spielfeld zu bringen kam ein Nordire 1890. William McCrum war ein lausiger TorhĂŒter. Nur selten hielt er SchĂŒsse, die auf das Tor seines Clubs kamen, dem nordirischen Milford FC. Er hielt auch mehr an GlĂŒcksspielen als an der familiĂ€re Firma (Leinenherstellung). Obwohl er auch ein lausiger GlĂŒcksspieler war.

#SheCanRef-Gastartikel

Schiedsrichterinnen im MĂ€nnerfußball kann ich seit 2020 nicht mehr aus den Augen lassen. Es gibt so viele Frauen, die seit den letzten 30 Jahren im Top-MĂ€nnerfußball ihres Landes aktiv waren oder sind. Doch wer kennt ihr Namen? Anderseits hat sich in den letzten 30 Jahren nicht viel verĂ€ndert. Seit 30 Jahren schreiben einzelne Frauen immer und immer wieder Geschichte. Wo ist die Routine? Sollte es nicht lĂ€ngst normal sein, dass auch Frauen im MĂ€nnerfußball sind. Es ist nicht so. Das wissen wir alle. Und das darf nicht noch 30 Jahre so bleiben. ‱ Auch außerhalb von Nachspielzeiten sind ein paar Gastartikel und Interviews zu Schiedsrichterinnen im MĂ€nnerfußball erschienen. Die ersten Schiedsrichterinnen (Podcast „Legende Verloren“, Interview mit mir und Sabine Asgodom, der ersten Schiedsrichterin im DFB) „Frauen und Fußball hat lange nicht ins patriarchale Bild gepasst“ (Deutschlandfunk Sport, Interview mit mir und dazugehöriger Artikel) Zwischen Empowerment und PR-Strategie: Eine Eintagsfliege? (WEB.DE, FRÜF-Kolumne) Risse in der glĂ€sernen Decke: Schiedsrichterinnen im MĂ€nnerfußball (WEB.DE, FRÜF-Kolumne) Diese Übersicht wird stetig aktualisiert.

Umfrage zur Abseitsregel

Du bist Fußballschiedsrichter*in und hast gerade oder in den nĂ€chsten Tagen ein paar Minuten Zeit fĂŒr meine Forschungsumfrage (6 Fragen)? Ich brauche eure Hilfe. Es geht um die Abseitsregel und eure Meinung – je nach Zeit und Lust ausfĂŒhrlich oder knapp. Klicke hier, um teilzunehmen: Hintergrund: Ich habe die Abseitsregel ausgesucht habe, um an einer der Fußballregeln ganz dezidiert nicht nur Geschichte, sondern u.a. Sinn und Zweck und Entwicklung zu untersuchen. Warum ausgerechnet die Abseitsregel?! Aus zwei GrĂŒnden: Sie ist der Kristallationspunkt: Keine andere Regel hat solchen Einfluss aufs Spiel Ich sehe schon den Titel vor mir (<– Frau im Fußball): „Du schaust Fußball? Dann erklĂ€r‘ mir mal die Abseitsregel!“ (Aber gerne. Aus welchem Jahr denn?)

Wie 1946 der Fußball organisiert wurde

Dieses SchriftstĂŒck habe ich im Stadtarchiv Bingen in der Sammlung zu Hassia Bingen gefunden. Es ist kein offizielles SchriftstĂŒck, sondern eine Abschrift auf sehr dĂŒnnem Papier, und erzĂ€hlt, wie der Fußball 1946 im sĂŒdwestlichen Deutschland (französisch besetzte Zone) organisiert wurde. Ich vermute, dass das Original auf französisch verfasst und dann von Personen ĂŒbersetzt wurde. Die arbeiteten aber nicht als Übersetzer*in, aber waren des Französischen mĂ€chtig. So ist die Vorgabe zwar inhaltlich gut ĂŒbersetzt, aber sie ist teils allgemeinsprachlich und in allzu langen SĂ€tzen. Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit habe ich offensichtliche Tippfehler ausgebessert und AbkĂŒrzungen aufgelöst.   Die Organisation der Fußball-Meisterschaft 1946/47 fĂŒr die gesamt-französisch besetzte Zone   1. In der Zonenliga der französischen besetzten Zone sind 16 Vereine berechtigt, die in 2 Gruppen zu je 8 Vereinen aufgeteilt werden. Diese 16 Vereine werden nach dem Pokalsystem ermittelt und setzen sich aus je 4 Vereinen der Provinzen SĂŒdwĂŒrttemberg und SĂŒdbaden, sowie je 2 Vereine der Prov. Pfalz, Rheinhessen, Mittelrhein u. Saargebiet zusammen. Sie werden durch den Sportverwaltungsausschuß dieser Meisterschaftsrunde in 2 Gruppen zu je 8 Vereinen …

Fußball – ein Spiel fĂŒr Personen jeden Alters

Wenn die Fußballregeln eine Spielanleitung wĂ€ren… … dann wĂŒrden die Teile der Fußballregeln wohl so gruppiert werden. Oder habt ihr andere Ideen und VorschlĂ€ge? Schreibt sie mir gerne. Anzahl der Spieler*innen Zwei Teams Ă  7-11 Spieler*innen plus 1 Schiedsrichter*in und ggfs. bis zu 8 Assistent*innen Ziel des Spieles Torerzielung Hilfsmittel bei der Bestimmung, ob er Tor erzielt wurde Torlinientechnik Tornetz Videoassistent*innen und die Referee Review Area Torlatte und Torpfosten Anderes verschobene oder zerbrochene Latte Inhalt des Spieles Farbe fĂŒr Markierungen (Material) 4 Eckfahnen (Maße) 2 Tore (Maße und Material) mehrere FußbĂ€lle (Farbe, Gewicht, Material, Druck, QualitĂ€t, Umfang) 1 Spielfeld (Maße, OberflĂ€che) Vorbereitung vor allererstem Spiel Trennung zwischen Spieler*innen, anderen Teamoffiziellen und Zuschauer*innen Fotografenlinie Ă€ußere Grenzlinien Technische Zone Abstandsmarkierungen Eckraum Mittelpunkt Mittelkreis Strafraum Torraum Strafstoßpunkt Halbkreis vor Strafraum Vorbereitung vor jedem Spiel Alle: Kleidung und Equipment Trikot Hose ggfs. Unterkleidung EPTS Schuhe Stutzen Schiedsrichter*innen Platzbegehung ÜberprĂŒfung der Spieler*innen Funktechnik Vermarktung Kommerzielle Werbung, Logos und Embleme auf dem Spielfeld Kommerzielle Werbung auf dem Spielball Kommerzielle Werbung auf der Kleidung der Spieler*innen Es geht los! Seitenwahl Anstoß Wenn …

Female referee milestones – in men’s top football

What are the female referee milestones? That is the subject of this article. Edith Klinger from Austria is considered to be the first female referee in the world to officiate both men’s and women’s matches. She was active from 1935 to 1938 – also as founder of the 1. Damen-Fußball-Club Kolossal in Wien. (More about Edith Klinger at Ballesterer and Playing Pasts, including literature note.)

All female teams in men’s top football

All female teams refereeing men’s football. What a mixture in football, which is otherwise strictly separated into women’s football and men’s football. Female referees in professional men’s football have existed since the 1990s. At first, there were only a few, and they were only used occasionally. With the start of the new millennium, there were more and since 2019 the number has been increasing sharply in the world. The number of all female refereeing team also increased, especially in 2020.

Female referees in football – All in top men’s football

There are more and more female referees in football. But which female referees and assistant referees have bee in men’s football in the continental competitions and in the national 1st division? Or are they still? You can find the answer here: To date, there have been at least more than 200 female referees in football. Here you can find their names and when and where they were first appointed.

Eine ganz kurze Geschichte der Schuhstollen

Bis ins 20. Jahrhundert hinein hatten Fußballschuhe („boots“) nicht nur Stollen („studs“), sondern auch Balken („bars“). Diese durften nach den Spielregeln von 1887 nur an der Unterseite der Schuhe angebracht werden. FĂŒr uns heute eine SelbstverstĂ€ndlichkeit, aber nicht vor 130 Jahren, sodass der Passus in die Regeln aufgenommen wurde. Diese Balken mussten mindestens 1,5 Zoll (ca. 38 mm) lang und 0,5 Zoll (12,7 mm) breit und zudem quer und flach sein. Stollen mussten einen Durchmesser von 0,5 Zoll haben – heute muss der Durchmesser zwischen 0,4 Zoll und 0,5 Zoll (oder zwischen 10 mm und 12 mm) liegen. Bis 1910 mussten sie verdeckt sein, ab 1910 dann nicht mehr, aber konisch geformt. Sie wurden zunĂ€chst aus Leder, spĂ€ter aus Gummi (1938), Aluminium oder Ă€hnlichem Material (1955) hergestellt. Seit 1973 gibt es eine weitere Differenzierung: Auswechselbare Stollen mĂŒssen aus einem der oben genannten Materialien bestehen, nicht auswechselbare Stollen können auch aus Kunststoff und Polyurethan und Ă€hnlichen weichen Materialien hergestellt werden, aber ohne MetalloberflĂ€che. Außerdem sind Aluminiumstollen seit 1974 auf Aschegruben nicht mehr erlaubt und das StĂŒtzmaterial zur Stabilisierung …