Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
1883 (IFAB) Der Umfang musste vor dem Spiel 68,6-71,1 cm betragen.
1880er Jahre (IFAB) Der Heimverein stellt den Ball. Dieser muss dem Verein danach wieder ausgehändigt werden.
1889 (IFAB, nur intern. Spiele) Das Gewicht muss zu Spielbeginn 368-425 g betragen.
1906 (IFAB) Der Ball muss aus Leder sein.
1910 (-1912?) (IFAB) Die Mannschaften können sich vor dem Spiel auch auf Bälle, die nicht aus Leder waren, verständigen. Das gaben die Regelhefte für die Saisons 1910/11 und 1911/12 explizit vor. Ob diese Passage anschließend gestrichen wurde, weil es nicht mehr erlaubt war oder es zur Selbstverständlichkeit geworden war, die nicht mehr geregelt werden musste, ist nicht bekannt.
1921 (DFB) Der Druck des Balles muss zu Beginn des Spiels 0,6-1,1 bar entsprechen.
spätestens 1930er Jahre (DFB) Der Heimverein muss mindestens einen Ersatzball bereitliegen hat, den die Schiedsrichterin bzw. der Schiedsrichter vor der Nutzung prüfen muss.
1937 (DFB) Das Gewicht muss nun bei allen Spielen zu Spielbeginn 368-425 g betragen.
1951 Der Fußball muss schwarz-weiß sein, damit er im Schwarzweißfernsehen leicht zu sehen war. Mit der Einführung des Farbfernsehens wurde dieses Gebot dann hinfällig. So findet sich im Regelheft für die Saison 1977/78 diese Passage nicht mehr.
1954 (IFAB) Der Ball darf nur mit Zustimmung des Schiedsrichters getauscht werden.
1965 (IFAB) Der Ball kann außen aus Leder oder einem anderen erlaubten Material sein. [Hier nicht genannt, welche Materialien erlaubt sind.] Das IFAB entscheidet von Zeit zu Zeit, welches Material erlaubt ist (IFAB).
1967 (IFAB) Der Druck des Balles muss dem Luftdruck auf Meeresniveau entsprechen (= 1 kg/cm^2).
1970 (IFAB) Zusatz: Erlaubtes Material: a) Außenhülle aus Leder, mit Nylon gefüttert, b) laminiertes Material aus Gummi sowie synthetischen und imprägnierten Geweben (IFAB).
1975 (IFAB) Der Druck des Balls muss 600-700 g/cm^2 auf Meeresnivenau entsprechen (FIFA).
1983 (IFAB) Der Druck des Balls muss 600-1,1 g/cm^2 bei Meeresnivenau entsprechen (FIFA).
1985 (IFAB) Wenn der Ball während des Spiels kaputt geht, wird er ausgetauscht und das Spiel mit einem Schiedsrichterball an dem Ort fortgesetzt, an dem der Ball kaputt gegangen ist. Ergänzung: Es sei denn, der Ball befand sich zu diesem Zeitpunkt im Torraum, in diesem Fall wird er auf den Teil der Torraumlinie fallen gelassen, der parallel zur Torlinie verläuft, an dem Punkt, der dem Ort am nächsten liegt, an dem der Ball wie bei Spielunterbrechung liegt (irische FA).
1986 Der Ball kann auch aus wasserdichter und belastbarer Synthetik sein, die es außerdem ermöglicht, eine exaktere Kugelform zu kreieren.
1995 (IFAB) Bei FIFA-Wettbewerben dürfen nur getestete Fußbälle verwendet werden, die das „FIFA APPROVED“-Logo, das offizielle „FIFA INSPECTED“-Logo und die Verweis auf die „International Matchball Standards“ haben (FIFA, FA).
2004 Der Ball darf geklebt werden, sodass die Kugelform noch exakter als bisher herzustellen ist.

 

Nicht angenommene Vorschläge für eine Regeländerung:

  • 1937: Das Gewicht wird auf 369-425 g reduziert (FA), vertagt.

 

Cite this article as: Petra Tabarelli: Regel 2: Der Ball. In: , 27. Juni 2017. URL: https://nachspielzeiten.de/regel-2-der-ball/ (zuletzt aufgerufen: 19. August 2019).