Bis 1938 enthielt diese Regel Beschreibungen  der Spielfortsetzung, nachdem der Ball über die Spielfeldlinien ging. Durch die Ergänzung einzelner Regeln zum Einwurf, Abstoß und Eckstoß wurde dies hinfällig. So enthält diese Regel seither die Beschreibung, wann der Ball aus ist – und das lässt sich schnell beschreiben: Wenn er das Spielfeld verlässt oder die Schiedsrichterin bzw. der Schiedsrichter die Partie unterbricht. Das wurde in den FA Rules ab 1886 noch etwas ausführlicher in mehreren Regeln beschrieben. Eine knappe Zusammenfassung:

Im Spiel war er

  • Wenn er von einem Zuschauer abprallte und wieder ins Feld sprang (Eton Field Game, 1847 und folgend)
  • Wenn er von der Eckfahne ins Spielfeld zurückprallte (1896)
  • Wenn er gegen den Schiedsrichter oder Linienrichter prallte (1897)

Aus dem Spiel war er

  • Wenn er die Seiten- oder Torlinie überquert (1888), sei es am Boden oder in der Luft (1902) und auch erst, wenn er komplett die Linie überquert hat (1904)
  • Wenn die Torlatte verrutscht, entscheidet der Schiedsrichter, ob ein Tor erzielt worden wäre, wenn der Balken nicht verrutscht wäre (1896)

 

Nicht angenommene Vorschläge für eine Regeländerung:

  • 1938 schlägt der walisische FA vor, dass nach Ablauf der Spielzeit das Spiel nicht beendet werden darf, solange der Ball noch im Spiel ist. Der Vorschlag wurde vertagt.

 

Cite this article as: Petra Tabarelli: Regel 9: Ball in und aus dem Spiel. In: Nachspielzeiten, 4. Juli 2017. URL: https://nachspielzeiten.de/regel-9-ball-in-und-aus-dem-spiel/ (zuletzt aufgerufen: 20. Juli 2019).