Die Regel beschreibt die Größe des Spielfeldes mit seinen Markierungslinien und seiner Beschaffenheit, die Tormaße und deren Beschaffenheit, die Größe von Mittellinie und Mittelkreis, der Ecken, des Torraums, des Strafraums und – die einzige Ergänzung seit 1938 – die Technische Zone.

Größe

Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
1858 (Harrow Football) L: 137 m, B: 91 m.
1863 (Cambridge University) L: 137 m, B: 91 m.
1863 (Shrewsbury School) L: 137 m, B: 110 m.
1863 (FA) L: 183 m, B: 91 m.
1867 (Sheffield FA) L: 183 m, B: 91 m.
1875 (FA) L: 91-183 m, B: 46-91 m (Royal Engineers).
1897 (IFAB, nur intern. Spiele) L: 101-110 m, B: 64-73 m.
1921 (DFB) L: 100-110 m, B: 64-75 m.
1938 (IFAB) L: 90-120 m, B: 45-90 m (die Maße für internationale Spiele bleiben bestehen).

 

Nicht angenommene Vorschläge für eine Regeländerung:

  • 1874: L: 137 m, B: 69 m (Harrow Chequers)
  • 1913: L 91-119 m, B: 50-91 m (schottische FA)

 

Beschaffenheit des Spielfeldes

Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
zw. 1977 und 2015 (IFAB) Boden darf auch Kunstrasen sein.

 

Markierungslinien

 

 

Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
1857 (Cambridge University) Vier Fahnen markieren die Eckpunkte des Spielfeldes.
1858 (Sheffield FA) Vier Fahnen markieren die Eckpunkte des Spielfeldes.
1862 (Uppingham School) Vier Fahnen markieren die Eckpunkte des Spielfeldes.
1863 (FA) Vier Fahnen markieren die Eckpunkte des Spielfeldes.
1883 (IFAB) Zusätzlich durchgehende Markierung der Tor- und Seitenlinie. Wie diese Markierung sein sollte wurde nicht festgelegt, war aber meistens eine Lösung aus Kreideschlamm oder eine V-förmige Furche.
1892 (IFAB) Torraum: Ein Halbkreis mit einem Radius von 5,5 m vor den Torpfosten.
1892 (IFAB) Strafstoßradius: Ein Strich 11 m parallel zur Torauslinie.
1892 (IFAB) Der Mittelpunkt des Spielfeldes und der bei Anstoß einzuhaltende gebührende Abstand von 9,15 m sind nun markiert.
1896 (IFAB) Eckfahnen müssen 1,5 m hoch sein. Ein Viertelkreis mit einem Radius von 1 m markiert den Bereich, von dem der Ball ins Spielfeld geschossen werden muss. Manchmal wird es von einem weiteren Viertelkreis mit 9,15 m Radius von der Ecke ergänzt.
1897 (IFAB) Tor- und Seitenlinien müssen rechte Winkel bilden (1887 diskutiert, nun eingeführt).
1901 (IFAB) Strafraum: Rechteck 16,46 m x 40,32 m vor dem Tor, vermutlich als durchgehender Strich, da der Vorschlag einer gepunkteten Markierung mehrfach (1898, 1901, dann 1902) abgelehnt wurde.
1901 (IFAB) Strafstoßpunkt: Statt Halbkreis mit einem Radius von 11 m vor der Torlinie nun Punkt 11 m mittig vor dem Tor.
1902 (IFAB) Torraum: Statt Halbkreis mit einem Radius von 6 yd vor der Torlinie nun Quadrat von 5,5 m x 5,5 m vor dem Tor, rechtwinklig verbunden.
1908 (IFAB) Fakultativ sind zwei weitere Fahnen auf Höhe der Mittellinie möglich, die jedoch mindestens 1m im Seitenaus stehen müssen und wie die Eckfahnen 1,5 m hoch sein müssen.
1937 (IFAB) Zusätzlich wird ein Halbkreis 9,15 m von dem Elfmeterpunkt gemessen, markiert wird er aber nur außerhalb des Strafraumes (FA).
1939 (IFAB) Die Markierungslinien sind maximal 12,7 cm breit (FA)
1966 (IFAB) Die Markierungslinien sind 10-12 cm breit, müssen aber im gesamten Spielfeld gleich breit sein.
1967 (IFAB) Die Breite der Markierungslinien muss dem Durchmesser der Torpfosten entsprechen (IFAB).
1995 (IFAB) Eine Markierung kann außerhalb des Spielfeldes, 10 m von der Eckfahne entfernt und rechtwinklig zur Torlinie, angebracht werden, um dem Schiedsrichter zu helfen, diese Distanz beim Ausführen eines Eckstoßes einzuhalten (FA).
1995 (IFAB) Die Technische Zone muss markiert sein (schottische FA)

 

Nicht angenommene Vorschläge für eine Regeländerung:

  • 1949: Der Strafraum ist ein Halbkreis mit 20 m Radius, gemessen vom Mittelpunkt des Tores (schottische FA)

 

Tor

Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
1847 und folgend (Eton Field Game) B: 3,35 m, H: 2,13 m. Höhenmarkierung durch Länge der Pfosten.
1858 (Harrow Football) B: 3,66 m, keine Höhenbegrenzung.
1862 (Sheffield FC) B: 3,66 m, H: 2,74 m. Höhenmarkierung durch Band.
1863 (Cambridge University) B: 4,57, keine Höhenbegrenzung.
1863 (FA) B: 7,32 m, H: keine Höhenbegrenzung.
1866 (FA) B: 7,32 m, H: 2,44 m. Höhenmarkierung durch Band.
1868 (Sheffield FA) B: 7,32 m, H: 2,44 m. Höhenmarkierung durch Band.
1875 (FA) B: 7,32 m, H: 2,44 m. Höhenmarkierung durch Band (1866) oder Stange (Queen’s Park).
1883 (IFAB) B: 7,32 m, H: 2,44 m. Höhenmarkierung nur durch Stange.
1894 (IFAB) Torlatte muss 12,7 cm Durchmesser haben.
1890 (IFAB) Zusätzlich Tornetze, zunächst aus Eisen, mittlerweile aus Kunststoff.
1938 (IFAB) Tornetze müssen am Boden befestigt werden, damit ein scharf geschossener Ball nicht unter dem Tor durchrollen kann.
1939 (IFAB) Die Torpfosten und die Torstange müssen im rechten Winkel zueinander sein und in Breite und Tiefe nicht 12 cm überschreiten (FA).
1962 (IFAB) Wenn die Torlatte gebrochen ist und nicht ersetzt oder repariert werden kann, ist das Spiel abzubrechen. Ein Band als Ersatz kann nicht erlaubt werden (FIFA).
1966 (IFAB) Wenn die Torlatte gebrochen ist und nicht ersetzt oder repariert werden kann, muss bei Wettbewerbsspielen das Spiel abgebrochen werden. Ein Band als Ersatz kann nicht erlaubt werden. Bei Nicht-Wettbewerbsspielen können sich beide Parteien darauf einigen, mit der gebrochenen Latte weiterzuspielen. In diesem Fall kann der Schiedsrichter ein Tor geben, wenn er denkt, dass der Ball ohne gebrochene Latte ins Tor gegangen wäre. Dann wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt (schottische FA).
1966 (IFAB) Pfosten und Latte haben einen Durchmesser von 10-12 cm (FIFA).
1966 (IFAB) Latte und Pfosten können rechteckig, quadratisch, rund, halbrund oder elliptisch geformt sein (IFAB).
1966 (IFAB) Die Torpfosten können aus Holz oder Metall sein (schon vorher üblich) (IFAB).
1966 (IFAB) Pfosten und Latte haben einen Durchmesser von maximal 12 cm, aber alle haben die gleiche Breite (IFAB).
1967 (IFAB) Das IFAB nimmt Glasfaser einer norwegischen Firma nach Prüfung in die Liste der genehmigten Materialien auf (IFAB).
1967 (IFAB) Wenn die Torlatte gebrochen ist, wird das Spiel unterbrochen, bis sie ersetzt wurde. Ein Band als Ersatz kann nicht erlaubt werden. Bei Nicht-Wettbewerbsspielen können sich beide Parteien darauf einigen, ohne Latte zu spielen (damit sie keine Gefahr für die Spieler bedeutet) oder ein Band als Ersatz für die Latte zu verwenden. Wird kein Band verwendet, kann der Schiedsrichter ein Tor geben, wenn er denkt, dass der Ball ohne gebrochene Latte ins Tor gegangen wäre. Dann wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt (IFAB).
1988 (IFAB) Torpfosten müssen weiß sein und Torfosten und -latte dürfen kein Dämpfungsmaterial enthalten, um das Ballverhalten nicht zu verändern.

 

Nicht angenommene Vorschläge für eine Regeländerung:

  • 1869: Verbreiterung des Tores auf 11 m (Crystal Palace).
  • 1895: Diskussion, wie man bei Verschiebungen („displacements“) der Torlatte während des spiel umzugehen habe, doch mangels alternativen Ideen gab es keine Entscheidung.
  • 1938, FIFA, vertagt: Die Torpfosten und die Torstange müssen im rechten Winkel zueinander sein und in Breite und Tiefe nicht 12 cm überschreiten

 

Technische Zone (Coaching Zone)

Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
1994 (IFAB) Die Technische Zone als Bereich, in dem sich die Teamoffiziellen aufhalten und ihrer Mannschaft taktische Anweisungen geben dürfen, wird eingeführt (schottische FA).
1995 (IFAB) Die Technische Zone muss markiert sein (schottische FA).
1997 (IFAB) Der Trainer/Die Trainerin darf der Mannschaft Anweisungen geben, muss aber innerhalb der Technischen Zone bleiben.
2000 (IFAB) Es darf keine Art von Werbung in der Technischen Zone, bis zu einem Meter an der Seitenlinie oder außerhalb des Feldes auf dem Boden sein (FIFA).
2000 (IFAB) Mannschaftsoffiziellen dürfen sich nur kurz für die taktische Anweisung in  diesem Bereich aufhalten und müssen sich direkt danach wieder setzen. Aber längere Zeit in der Coaching Zone stehende Trainer werden mittlerweile geduldet.
2001 (IFAB) Die Anweisung für Trainer in der Technischen Zone gilt für alle Teamoffiziellen (FIFA).
2016 (IFAB) Mannschaftsoffizielle nehmen aktiv am Spielgeschehen teil und können so auch Strafstöße riskieren, wenn sie ein Tor vereiteln.

 

Fotografenlinie

Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
zw. 1949 und 1977 (IFAB) Einführung einer Fotografenlinie hinter dem Toraus. Sie war keine Linie, sondern eine Ellipse, denn sie war 2 m jeweils hinter der Eckfahne, 3,5 m im Bereich zwischen Eckfahne und Torpfosten und 6 m hinter dem Tor selbst entlang.
Cite this article as: Petra Tabarelli: Regel 1: Das Spielfeld. In: , 26. Juni 2017. URL: https://nachspielzeiten.de/regel-1-das-spielfeld/ (zuletzt aufgerufen: 15. Oktober 2019).