Jahr (Quelle) Regel(änderung) (auf Vorschlag von, sofern bekannt)
1858 (Sheffield FC)

&

1863 (FA)

Freistöße waren zunächst keine Bestrafung für ein Vergehen bzw. Vorteil für eine Mannschaft, der zuvor Unrecht passiert ist, sondern eine Belohnung. Eine Mannschaft wurde belohnt, weil sie als erstes den Ball berührt hatte, nachdem er ins Aus ging – sei es durch den Einwurf oder Vorformen des Abstoßes und Eckstoßes. Bei Ausführung eines Freistoßes mussten sich alle Spieler bzw. Spielerinnen 5,5 m vom Ball entfernen oder auf der Torlinie stehen, bis dieser wieder im Spiel war.

Alle Freistöße waren bis 1904 indirekte Freistöße mit Ausnahme des Fair Catch (bis 1871 gültig) und des Strafstoßes (1891 eingeführt).

1869 (Sheffield FA) Nur die Spieler bzw. Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft müssen sich bei der Ausführung des Freistoßes mindestens 5,5 m vom Ball entfernen.
1872 (FA) Nach Abschaffung des Fair Catch (1871) wurde der Freistoß als Bestrafung für einen Regelverstoß eingesetzt (Harrow Chequers). Es wurde zunächst nicht genauer (schriftlich) festgelegt, wann er zu vergeben ist.
1874 (FA) Es wurde in das Regelwerk aufgenommen, dass jeder Freistoß ein indirekter Freistoß ist, d.h. durch ihn nicht direkt ein Tor erzielt werden kann (Harrow Chequers). Er wurde als Strafe bei Verstoß gegen die Abstoß-, Eckstoß– und Abseitsregel und bei unerlaubtem Handspiel verhängt.
1875 (FA) Ausgeführt wird der Freistoß an der Stelle, an der die Regelverletzung stattfand (Royal Engineers).
1877 (FA) Er wurde als Strafe bei Verstoße gegen die Seitenwahlregel verhängt.
1901 (IFAB) Er wurde als Strafe bei Verstoß gegen die Strafstoßregel und die Schiedsrichterballregel verhängt. (Es gab eine eigene Regel, in der der Schiedsrichterball beschrieben und geregelt wurde.)
1903 (IFAB) Er wurde als Strafe bei Verstoße gegen die Freistoßregel verhängt.
1904 (IFAB) Es wird zwischen indirekten und direkten Freistößen unterschieden. Indirekte Freistöße gibt es bei Abseits, bei nicht erlaubter wiederholter Ballberührung, Verstoß gegen das erlaubte Torhüterhandspiel, einem Foul ohne Ballbeteiligung oder wenn der Ball beim Strafstoß nicht nach vorne gespielt wird. Direkte Freistöße werden bei absichtlichem Handspiel, Fouls mit Ballspiel und bei Halten verhängt.
1938 (IFAB) Es wird geregelt, wie auf falsche Freistöße reagiert wird: Geht direkter Freistoß ins eigene Tor, gibt es einen Eckstoß für gegnerische Mannschaft; geht indirekter Freistoß ins eigene Tor, gibt es Abstoß; und geht ein indirekter Freistoß direkt in eins der Tore, muss der Freistoß wiederholt werden.
1969 (IFAB) Bei einem Freistoß ist kein Abseits möglich. (Wann es zurückgenommen wurde, habe ich noch nicht herausgefunden.)

 

Nicht angenommene Vorschläge für eine Regeländerung:

    • 1874: Es sollte auch Freistöße bei Vergehen gegen die Regeln zum Seitenwechsel, Einwurf und Seitenwahl geben (Harrow Chequers).
Cite this article as: Petra: Regel 13: Die Freistöße. In: Nachspielzeiten, 8. Juli 2017. URL: https://nachspielzeiten.de/regel-13-die-freistoesse/ (zuletzt aufgerufen: 15. August 2018).