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Inhaltsverzeichnisse – Deutsche Schiedsrichter-Zeitung und DFB-Schiedsrichter-Zeitung

Hier ergänze ich nach und nach die Inhaltsverzeichnisse der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung (1919 von Carl Koppehel gegründet) und der DFB-Schiedsrichter-Zeitung (1926 von Simon Rosenberger gegründet), ab Oktober 1931 „DFB-Schiedsrichter-Zeitung, vereinigt mit Deutsche Schiedsrichter-Zeitung. Alleiniges amtliches Organ der Schiedsrichter des Deutschen Fussball Bundes“ herausgegeben von Carl Koppehel, da Simon Rosenberger im September 1931 an einem Herzinfarkt verstarb. Noch sind es nur wenige Jahrgänge und nicht alle sind komplett. Das soll sich aber im Laufe der Zeit ändern. Je Jahrgang ist das Inhaltsverzeichnis im pdf-Format verlinkt, auf das man per Klick auf das jeweilige Jahr gelangt. So kann man auch leicht das Verzeichnis abspeichern. Short form in English: Here an overview of the tables of contents of the „Deutsche Schiedsrichter-Zeitung“ and „DFB-Schiedsrichter-Zeitung“ will be created. There are still only a few, yet, and not all years are complete, but this will change in the course of time. By clicking on the respective year, a pdf document with the complete table of contents of the year opens. So you can also save the document. The table of contents is in German, …

Wie Trautmann spielte

Am 14. März 2019 kam Trautmann (Originaltitel: The Keeper) in die Kinos. Der Film erzählt das Leben von Bert Trautmann, der als Torhüter von Manchester City weltweit berühmt wurde und 2004 von Queen Elizabeth II. für seine Meriten als Fußball um die deutsch-englische Verständigung als OBE aus. Er verstarb 2013. Von 1949 bis 1964 spielte Bert Trautmann für Manchester City. Wer erwartet, dass ich über die Veränderungen des Torhüterspiels während dieser Jahre schreibe, der hat den gleichen Gedankengang wie ich und muss ernüchtert feststellen: In diesen 15 Jahren betraf keine der Regeländerungen das Spiel des Torhüters. Es ist zugleich die zweitlängste Phase überhaupt, in der sich für Torhüter nichts änderte. An dritter Stelle steht die Phase zwischen 1980 (Torhüter/in darf sich bei der Ausführung des Strafstoßes auf der Torlinie bewegen) und 1992 (Verbot des Rückpasses). Die längste Phase ist die aktuelle, denn seit der Änderung der Vier-Schritte-Regel zu der Sechs-Sekunden-Regel (2000) hat sich für Torhüter nichts mehr geändert. Eine gewisse Änderung wartet aber ab der Saison 2019/20 auf sie: Wenn sie den Abstoß ausführen, muss …

Fußballregelfragen von 1940

In der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung wurden und werden regelmäßig Fragebogen samt Antworten für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Ausbildung abgedruckt oder aber erfahrene, die ihre Regelkenntnis überprüfen wollen. Das könnt ihr nun auch! Teil 1 mit Fragen zu den Regeln von 1929 ist bereits erschienen, nun geht es an Regelfragen aus dem Jahr 1940. Mittlerweile wurden die Laws of the Game neustrukturiert und musste von allen übernommen werden. Auch gab es innerhalb Deutschlands keine Unterschiede zwischen den Verbänden, denn durch die nationalsozialistische Diktatur gab es keine Unterschiede mehr. Dennoch: Die deutsche Auslegung der Regeln lässt sich aus den Antworten herauslesen. Heute geht es also in das Jahr 1940 und auch hier: Die Antworten sind jeweils hinter dem Spoiler-Bereich versteckt. (Es sind alle Bezeichnung im Maskulin genannt, weil ich den Beitrag von damals zitiere.) Anmerkung und sonstige Angaben von mir sind in eckigen Klammern, falls jemand die Fragen mal zitieren möchte. Im Gegensatz zu 1929 sind die Fragen und Antworten Teil einer Reihe, genauer gesagt die 8. und 18. Folge. Im Original sind es die Fragen 319 bis …

Fußballregelfragen von 1929

Teil 1 In der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung wurden und werden regelmäßig Fragebogen samt Antworten für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Ausbildung abgedruckt oder aber erfahrene, die ihre Regelkenntnis überprüfen wollen. Das könnt ihr nun auch! 1929 waren die deutschen Fußballregeln zwar beinahe an die Laws of the Game des IFAB angeglichen, aber die Auslegung der Regeln unterschied sich mitunter von denen auf der britischen Insel und Mitgliedsländern der FIFA (die ebenfalls eigentlich an die Laws of the Game gebunden waren) und auch innerhalb Deutschlands von Verband zu Verband. Also, reist heute zurück ins Jahr 1929 und schaut, wie ihr abschneidet. Die Antworten sind jeweils hinter dem SPOILER versteckt. (Es sind alle Bezeichnung im Maskulin genannt, weil ich den Beitrag von damals zitiere.) Anmerkung und sonstige Angaben von mir sind in eckigen Klammern, falls jemand die Fragen mal zitieren möchte. Und das soll es nicht gewesen sein. In einer Woche folgt noch ein Fragebogen von 1940. Viel Vergnügen!   „58 Fragen für die theoretische Schiedsrichter-Prüfung im Fußball. Zusammengestellt vom Verbands-Schiedsrichter-Ausschuß im V.M.B.M. [= Verband mitteldeutscher Ballspielvereine] [Quelle: Deutsche …

Die Spielpositionen, überarbeitet und ergänzt

Welche Aufgaben und Anforderungen wurden an die einzelnen Spielpositionen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gestellt? Was unterschied sie von heute (nicht viel)? Eine stichwortartige Sammlung und ein überarbeiteter und ergänzter Blogbeitrag zu: Die Spielpositionen am Anfang des 20. Jahrhunderts (28.11.2017). Der Torhüter „Goalkeepers, like poets, are born, not made.“ (John Cameron: Association Football and How to play it. London [1908]. S. 9.) Anforderungen: schnelles, sehr gutes Auge – Coolness – lange Arme – schnelle Reaktion mit Händen – mentale und physische Stärke – starker Schuss (für Abstoß) – beidfüßig sicher – möglichst 6 feet (1,83 m) groß und 13 Steine (82-83 kg) schwer – geduldig – Einsatzbereitschaft – Urteilsvermögen – Geschicklichkeit – Beweglichkeit – Antizipation Aufgaben: Verteidigung des Tores – sicheres Fangen des Balles aus unterschiedlichen Höhen wie auch vom Boden – genauer Abstoß oder Wurf zu einem Mitspieler – Wegfausten (nur in Notfällen) möglichst immer zur Seite und nicht ins Aus – Unterstützung der backs als mitspielender Torwart und perfektes Verständnis mit backs – Für gute Sicht auf den Ball vor Einwürfen in Tornähe, Eckbällen und Freistößen in Tornähe sorgen – Erahnen, wohin gegnerische …

Über Verletzungen beim Fußball um 1900

Das Bild, das Fußballskeptiker und -gegner Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland formten, vermischte die medizinische Sorge, der menschliche Körper sei einer so langen ausdauernden Anstrengung nicht gewachsen, mit der nationalen Ideologie von Turnern und vermischte Statistiken über Verletzungen bei Fußball, Rugby und American Football. 1893 titelte die Westminster Gazette in bedrohlichen Worten, dass das Fußballspiel „71 blühende Jünglinge dahingerafft“ habe. Fußball belastet das Herz und die Lunge zu enorm. Und wenn das nicht zum Tode führt, dann doch die gewalttätige Spielweise, die regelmäßig Knochen bersten lässt. Und dazu noch diese unnatürliche, nach vorne gebeugte Haltung, die so gar nicht deutsch ist. – So die Gegner des Fußballspiels wie auch anderen Sportarten. Die Befürworter von den Sportarten, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland kamen, ließen sich solche Anschuldigungen natürlich nicht lange auf sich sitzen und widerlegten die Anschuldigungen. Immer wieder finden sich in den Sportzeitungen und im Fußball-Jahrbüchern des DFB vor dem ersten Weltkrieg Rechtfertigungen, warum Fußball nicht derart gewalttätig sei wie dargestellt, sondern sogar Vorteile hätte. Todesfälle gab es übrigens weder 1912 noch …

About injuries in football around 1900 in Germany

The image that football sceptics and opponents formed in Germany at the end of the 19th century mixed the medical concern – that the human body could not cope with such a long and enduring effort – with the national ideology of gymnasts, and mixed statistics on injuries in football, rugby and American football. In 1893, the Westminster Gazette in threatening words titled the soccer game „71 blooming youngsters have been killed“. Football puts too much strain on the heart and lungs. And if that doesn’t lead to death, then it’s the violent way of playing that regularly bursts bones. And in addition this unnatural, forward bent posture, which is not at all German. – So the opponents of the football play like also other kinds of sports. The supporters of the sports, English men in Germany at the end of the 19th century and enthusiastic German, refuted the accusations. Again and again the sports newspapers and the DFB’s football yearbooks before the First World War was justifying why football was not as violent as …