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Ohne Spesen nix gewesen?

Es gab ĂŒber Schiedsrichterspesen Ende der 1920er Jahre eine Diskussion, da sie die Auslagen fĂŒr ihr Ehrenamt bezahlt haben möchten. Das wurde ermöglicht, doch gab es keine einheitliche Regelung in den einzelnen LandesverbĂ€nden – bewusst, „da in den einzelnen Kreisen des Verbandsgebietes ganz verschiedenartige VerhĂ€ltnisse herrschen“[fn]Vgl. NN: Zur Frage Schiedsrichterspesen. S. 6.[/fn]. Die Spesen schwankten zwischen 2 Mark und 12 Mark. In Berlin grundsĂ€tzlich wurde die Eisenbahnfahrt 3. Klasse anerkannt Tagesspesensatz betrug 7,50 Mark, wurde aber nur anerkannt, wenn die Fahrt mehr als 100 km umfasste 5,00 Mark Spesen, wenn kein Schnellzug benutzt wurde 3,00 Mark Spesen fĂŒr einen halben Tag Alle Fahrt- und Aufenthaltsspesen zahlte der Verband Im Westdeutschen Verband Beitragsfreiheit im Verein Ausweis, der Inhaber legitimierte und gewisse VergĂŒnstigungen schuf, z. B. fĂŒr freien Besuch eines Verbandsspiels, sofern man in dem gleichen Monat schon als Schiedsrichter im Einsatz war Eisenbahnfahrt in 3. Klasse, wobei Sonntagskarten zu lösen waren, soweit solche ausgegeben wurden erhielten die tatsĂ€chlichen Ausgaben; Höchstsatz 6,00 Mark bei notwendiger Übernachtung zusĂ€tzlich 5,00 Mark (gegen Vorlage der Originalrechnung) Bei Spielen am Ort …

Jenaer Regeln

Ein Regelabend 1929

Schiedsrichter-Regelabende werden nicht gut besucht. Meistens sind es nur die, die erst vor kurzem ihre erste PrĂŒfung abgelegt haben, so das ResĂŒmee in einem Artikel von 1929 in der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung. Dabei sind sie doch so wichtig! Empfohlener Inhalt der Regelabende Ursprung des Fußballs, den man damals in Frankreich, Italien und England sah Die wichtigsten RegelĂ€nderungen „1862 Trennung Rugby und „Assoziation“ [tatsĂ€chlich war das viele Jahre spĂ€ter] Rugby heute vornehmlich Amerika und Frankreich, Deutschland nur schwach Mit RegelĂ€nderungen hĂ€lt TaktikĂ€nderung Schritt. Erste Spielart 2 TorwĂ€chter[!], 8 StĂŒrmer, 1 Verbinder, spĂ€ter 1 Torwart, 2 LĂ€ufer, 2 Verteidiger, 6 StĂŒrmer. Siehe heutige Umstellung wegen verĂ€nderter Abseitsregel, Bestrebungen W-Form in M-Form zu Ă€ndern 1863 GrĂŒndung englischen Verband 1880 Recht auf Hinausstellung geschaffen 1882 International Board (höchste Regelkommission) gegrĂŒndet. 1884 EinfĂŒhrung von Linienrichtern und Schiedsrichterball 1888 Gewicht des Balles wird festgelegt 1890 Elfmeter erfunden [tatsĂ€chlich war es 1891] 1891 Tornetze auf geschlossenen PlĂ€tzen; fĂŒr Elfmeter wird Spielzeit verlĂ€ngert Erste Entwicklung der Regeln abgeschlossen Jetzt Vierteljahrhundert Ruhe 1918 Erster Antrag auf Aenderung der Abseitsregel 1920 Bei Einwurf kein Abseits 1923 …

„Solche Youssof Mohameds“

Simon Rosenberger war wie Walther Bensemann kosmopolitisch, wenngleich ihm fĂŒr eine Äußerung gegen den Ă€gyptischen Schiedsrichter Youssof Mohameds Rassismus vorgeworfen werden kann. Sechs Tage nach dem 3:0-Sieg gegen die Schweiz spielte Deutschland im Viertelfinale gegen Uruguay, ebenfalls im Amsterdamer Olympiastadion. Nach Protest des DFB wurde Schiedsrichter Johannes Mutters durch Youssouf Mohamed ersetzt. Mutters und der deutsche Spieler Hans Kalb hatten schon vorher Unstimmigkeiten und der DFB befĂŒrchtete kein faires Umgehen mit ihm. Dass Kalb beim folgenden 4:1 Uruguays dennoch am Platz gestellt wurde, lĂ€dt mich zum Schmunzeln ein. Auch Rosenberger und Kalb waren schon mal aneineinandergeraten, allerdings nur in Schriftform. Simon Rosenberger war Redakteur des Westdeutschen Sport und zeigte sich nach einem Spiel zwischen NĂŒrnberg und FĂŒrth beschĂ€mt. Den Grund kenne ich nicht, weil mir der Artikel unbekannt ist. Doch Hans Kalb. Spieler des 1. FCN, echauffiert sich ĂŒber ihn. So sehr, dass er an Walther Bensemann bzw. den Kicker einen Leserbrief schrieb, der abgedruckt wurde und Kalbs Abneigung gegen Rosenberger zeigte. Ich vermute, dass Rosenberger seinen messerscharfen Zynismus verwendet hatte, der voll ins Schwarze …

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Das „Mantelgesetz“: Gemeinsame Grundlagen fĂŒr das Schiedsrichterwesen

Das „Mantelgesetz fĂŒr die Schiedsrichterorganisation des DFB“ schuf gemeinsame Grundlagen fĂŒr die Organisation des Schiedsrichterwesens in den LandesverbĂ€nden. Darauf kann dann jeder Verband nach eigenen BedĂŒrfnissen aufbauen. Schwierige Entstehungszeit Das Gesetz sollte bereits 1925 Geltung erhalten, doch die Ratifizierung wurde zunĂ€chst von manchen LandesverbĂ€nden blockiert, dann doch angenommen (1926). Dennoch blieb die Ablehnung von manchen LandesverbĂ€nden bestehen. 1926 befĂŒrchtete der Verfasser des Gesetzes, Simon Rosenberger, die Ratifizierung sei „mehr als zweifelhaft, weil manche VerbĂ€nde prinzipiell gegen jeden Ausbau des Schiedsrichterwesens sind und andere die HauptgrundsĂ€tze dieses Mantelgesetzes schon wieder verlassen haben“ (Simon Rosenberger: Organisationsfragen. In: DFB-Schiedsrichter-Zeitung 17/1926 (09.09.1926). S. 129-131:, hier S. 129.) Ende September 1926 fand in Berlin eine vierstĂŒndige Sitzung statt, die von DFB-Bundesspielausschusses und DFB-Bundesschiedsrichterausschusses angeberaumt wurde. Eingeladen waren alle LandesverbĂ€nde mit einem Vertreter teilzunehmen, um wichtige Schiedsrichterfragen zu erörtern. Doch nicht alle LandesverbĂ€nde nahmen teil: Pfosch (Mannheim fĂŒr SĂŒddeutschland), Gerstenberg (Hamburg fĂŒr Norddeutschland), Tag (Dresden fĂŒr Mitteldeutschland) und Stenzel (Berlin). Danach sah es danach aus, dass das Mantelgesetz beim nĂ€chsten Bundestag angenommen wurde, doch es wurde ĂŒberhaupt nicht thematisiert. Wurde wirklich vergessen, es …

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Rosenberger ĂŒber Profifußball

Das Thema Profifußball wurde in den 1920er Jahren heiß diskutiert. Der DFB hielt am Amateurspielerparagraph fest: Spieler dĂŒrfen fĂŒr das Fußballspielen nicht bezahlt werden. Dabei waren Zahlungen unter der Hand bereits vor dem 1. Weltkrieg gang und gebe gewesen: Ein einfacher BĂŒrojob, eine schöne Wohnung,… es gab vielfĂ€ltige Möglichkeiten. 1920 wurde ein erster Versuch der BrĂŒder Eidinger gestartet, der allerdings alles andere als erfolgreich verlief. (Mehr zu den HintergrĂŒnden in meinem Artikel „Die European Super League: Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich„.) Rosenberger: Kein Verbot, um Oberhand zu behalten Simon Rosenberger war kein Verfechter des Profifußballs, aber er war Realist und erkannte, dass die Entwicklung nicht aufzuhalten sein. Er war gegen ein strenges Verbot und empfahl in zahlreichen Artikeln gebetsmĂŒhlenartig, Profifußball zu erlauben und damit auch zu lenken. Irgendwann mache ich mir mal die MĂŒhe, alle Ausgaben des Kickers und der DFB-Schiedsrichter-Zeitung bis zu Rosenbergers Tod nach Artikeln zu durchforsten, in denen er Profifußball thematisierte. Bis dahin als Auswahl zwei seiner Meinungsartikel. Reinliche Scheidung?  „Man muss sich mit Berufsspielertum befassen, denn es ist die …

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2x 10 Gebote fĂŒr Schiedsrichter

Zehn Gebote fĂŒr Schiedsrichter, diesmal von J. T. Howcraft, „Englands populĂ€rster Schiedsrichter“ Entsprach dem allgemeinen Konsens des internationalen Schiedsrichterwesens. „Anrempeleien der Zuschauer entziehe dich!“ „PrĂ€pariere dich körperlich und sei mĂ€ĂŸig!“ „Habe keine Furcht vor Fehlern!“ „Scheue dich nicht, sie einzugestehen!“ „Pfeife nach Bedarf, doch nie zu viel!“ „Stelle in Gewissenhaftigkeit die höchsten AnsprĂŒche an dich selbst!“ „Verwarne lieber zu frĂŒh als zu spĂ€t!“ „Du sollst keine Platzbesitzer kennen!“ „Achte die Spieler, auf daß du geachtet werdest!“ „Hab‘ eine Elefantenhaut!“ Weitere zehn Gebote fĂŒr Schiedsrichter aus einer ungenannten englischen Zeitung, abgedruckt in der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung von Koppehel Mit einer recht national-imperialistischen Sicht, die eher Koppehels VerstĂ€ndnis‘ entsprach. „Achte das Spiel und seine Regeln. Lies die Regeln und vertiefe dich darin.“ „Es ist nur ein Gesetz – nach dem sprich Recht. Es gibt nur ein Spiel – leite es. Es gibt aber eine Menge – beachte sie nicht. (Beamte sind eine besondere Rasse: sie sollten ĂŒber Groll und Vorurteil erhaben sein. Sie gehören zur Menge.)“ „Gedenke, daß du Oberster der Kunst, daß dein Wort Gesetz ist und …

Der Beginn der Schiedsrichtervereinigungen

In England gab es sie ab 1893, in Deutschland ein paar Jahre spĂ€ter: Schiedsrichtervereinigungen. Simon Rosenberger war GrĂŒndungsmitglied der MĂŒnchener Schiedsrichtervereinigung, die im Februar 1901, kurz nach seinem 16. Geburtstag, erstmals zusammenkam. Damit war sie eine der ersten, wenn nicht die allererste solche Vereinigung in Deutschland. SpĂ€ter war er auch aktiv an der GrĂŒndung der Bayerischen Schiedsrichtervereinigung (1918), der Schiedsrichtervereinigung des SĂŒddeutschen Fußballverbandes (1924) sowie des Bundesschiedsrichterausschusses (1924) beteiligt – und jeweils auch direkt im Vorstand engagiert. Boom nach 1920 Durch den Fußballboom nach dem ersten Weltkrieg wurden vermehrt Schiedsrichter benötigt, die jedoch nicht immer fĂŒr dieses Amt geeignet waren. Es gab Schiedsrichter, die allzu autoritĂ€r war und andere, die sich durch die raue Stimmung auf und seitlich den Platz irritieren ließen. Schiedsrichterinnen sind fĂŒr Deutschland vor den 1950er Jahren keine bekannt. Die wenigsten waren freiwillig Schiedsrichter geworden, sondern ĂŒbernahmen aus GefĂ€lligkeit oder anderen GrĂŒnden das Amt oder mussten pfeifen, weil sie vom Verein oder Verband bestimmt wurden. Entsprechend schlecht besucht waren die Regelabende und entsprechen hĂ€ufig (60%) blieben Schiedsrichter nicht lange dabei. Das fĂŒhrte damals wie heute …

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Altphilologenregie, begossen mit antik-vaterlÀndischer Tunke

Am frĂŒhen Nachmittag des 28. Mai 1928 fluchte Simon Rosenberger wĂ€hrend des Spiels Deutschland. WĂ€hrend des Achtelfinale des Olympischen Fußballturniers im Amsterdamer Olympiastadion machten sich niederlĂ€ndische Fans in seiner NĂ€he ĂŒber die ersten Worte der deutschen Hymne lustig machten – damals sang man noch die erste Strophe. So schreibt Erik Eggers in seiner Kurzbiografie zu Simon Rosenberger in der zweiten, ĂŒberarbeiteten Auflage von Fußball in der Weimarer Republik (Kellinghusen 2018, S. 104-105). Patriotismus vor 1933 Ein Indiz, dass Simon Rosenberger national(er) orientiert war als Bensemann? Allein die Verteidigung der Hymne ist mich kein ausreichendes Indiz, denn es gibt dagegen mehrere Äußerungen von Simon Rosenberger, die vielmehr ein kosmopolitische Einstellung verdeutlichen. Eine sehr deutliche Äußerung gegen die vermehrt nationale Ausrichtung des DFB findet sich im Artikel „Bundesausschuss“, der im November 1921 im Kicker erschienen ist. Rosenberger kritisierte die Veranstaltung der „Körperzuchtwochen“, in denen „Kampfspiele“ mit „Kunst“ im altgriechischen Sinne verbunden werden sollen, die aber in national(istisch)er Sprache angepriesen werden. Bundesausschuss „Unsere Kampfspiele 1922 unter Altphilologenregie, begossen mit antik-vaterlĂ€ndischer Tunke. [
] Das Wort ‚vaterlĂ€ndische‘ hat heute einen …

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Der Schwabenstreich

Ich stelle mir immer vor, dass Simon Rosenberger an diesem Tag an seinem Schreibtisch in der Kickerredaktion sah und einen Anruf oder ein Telegramm erhielt. Er riss kurz die Augen auf, vielleicht auch den Mund, und verfiel dann in ein kopfschĂŒttelndes Lachen. Die Emotionen, die er dabei spĂŒrte, packte er in einen sehr zynischen Artikel gegen die Stadt Stuttgart, der am 10. April 1922 im Kicker erschien. (CW: Physische Gewalt als Metaphorik.) Was war vorgefallen? An einem evangelischen Feiertag sollte ein Fußballspiel zwischen einem Auswahlteam des Kreises WĂŒrttemberg gegen eine Auswahl des Nordmainkreises in Stuttgart stattfinden. Die Veranstaltung wurde wochenlang beworben und nur einen Tag vor dem Spiel seitens der Stadtverwaltung Stuttgart verboten. Das Spiel wurde aber trotzdem durchgefĂŒhrt – sei es aus Trotz, um nicht auf den Unkosten sitzen zu bleiben oder aus Unkenntnis. Das ist mir nicht bekannt. Lest den Artikel. Viel Spaß beim Schmunzeln. Ein Schwabenstreich Wer lacht da? Bitte, das ist kein Aprilscherz! Das ‚Urteil‘ trĂ€gt den[!] Datum des 4. und nicht das des 1. April! Das ‚corpus delicti‘ war das …

Simon Rosenberger, Walther Bensemann und der MTV MĂŒnchen von 1879

Zum Jahresbeginn 1921 war Konstanz stark bewölkt, doch ein Leserbrief ließ die Miene von Walther Bensemann schmunzeln. Der Herausgeber der vor wenigen Monaten gegrĂŒndeten Fußballzeitschrift „Der Kicker“ hĂ€lt einen Brief vom Vorsitzenden des MTV MĂŒnchen von 1879 in der Hand, den er in der zweiten Ausgabe des Kickers auch abdrucken ließ. „Kollege‘ Freund, PrĂ€sident der F.A. des rĂŒhrigen M.T.V. MĂŒnchen hat das Wort: ’Sehr geehrter Herr Bensemann! ZunĂ€chst erlaube ich mir, Ihnen meine besten WĂŒnsche zum Jahreswechsel zu entbieten. Möge das Jahr 1921 fĂŒr Sie und Ihren ‚Kicker‘ ein glĂŒckliches und erfolgreiches werden. In materieller Form gebe ich meinen GlĂŒckwĂŒnschen Ausdruck, indem ich gleichzeitig eine kleine Sammlung von Abonnements auf Ihr Postscheckkonto ĂŒberweise. FĂŒr die Veröffentlichung meiner Mannschaft in einer Ihrer letzten Nummern sage ich Ihnen meinen herzlichen Dank. Wir haben uns sehr darĂŒber gefreut. Meine Mannschaft gedenkt nach Abschluss der Ligaspiele, die vor dem Kriege bestandenen internationalen Beziehungen wieder aufzunehmen und so haben wir uns mit F.C. Internazionale Mailand, mit Turin, F.C. Winterthur, Old Boys Basel und einem hollĂ€ndischen Verein in Verbindung gesetzt. Ostern und …

Peco Bauwens – ein Opportunist am Grabe Rosenbergers

Auf dem jĂŒdischen Friedhof in Köln-BocklemĂŒnd herrscht eine aufgeregte, traurige Stimmung. Viele Menschen umringen ein frisches Grab und ein Mann hĂ€lt in deutlich kölnischem Akzent eine Rede. Die BegrĂ€bnisrede Der Mann mit den ausgeprĂ€gten Wangenknochen, der fliehenden, hohen Sturm und den Knopfaugen wohnte nur 7,5 Kilometer von dem Friedhof entfernt: In der Clever Straße 13 im Agnesviertel, Neustadt, in der NĂ€he des Rheins. Was Peco Bauwens am Grab von Simon Rosenberger sagte, ist nicht ĂŒberliefert. Wohl waren es lobende Worte ĂŒber seine Hingabe und seine Freude fĂŒr das Fußballspiel in Deutschland, das erst am Ende seines Lebens populĂ€r wurde. Vielleicht sprach er ĂŒber Rosenbergers Engagement fĂŒr die Anpassung der deutschen an die internationalen Fußballregeln und seine seltene Gabe, die Regeln unterhaltsam und verstĂ€ndnisfördernd vorzutragen. Oder seinen Einsatz fĂŒr das Schiedsrichterwesen: Einheitliche Regelauslegung, einheitliche Ausbildung, das Buch „Der Schiedsrichter“, der Bundesschiedsrichterausschuss mit seinem Mantelgesetz, die DFB-Schiedsrichter-Zeitung, 
 die Liste der möglichen Themen ist lang. Das Einzige, was wir durch einen Zeitungsartikel gesichert wissen: Er sprach als Vertreter des DFB sowie zahlreiche lokale Schiedsrichtervereinigungen und VerbĂ€nde, die nicht …

Die Eltern: Eva und Max Rosenberger

Eva Emma Rosenberger, geborene Heymann wurde am 22. Juni 1860 in Trzęsina im sĂŒdlichen Polen, damals Preußen, geboren. Max Rosenberger wurde am 8. April 1859 in Hultschin (Kreis Oppeln, Oberschlesien) geboren. Am 15. September 1881 heirateten beide in Stuttgart und zogen am 18. Januar 1882 nach MĂŒnchen. Da war Eva Rosenberger schon mit ihrem ersten von sechs Kindern schwanger, die sie in zehn Jahren gebar: Dorothea (*16.11.1882), Anna Selma (*01.02.1884), Simon (*02.02.1885), Rosa Elvira (*11.01.1887), Else (*11.08.1888) und Hedwig (*26.01.1892). Wohnorte Die Familie zog bis 1907 hĂ€ufiger innerhalb der MĂŒnchener Altstadt und Maxvorstadt um. Nicht immer ist ĂŒberliefert, wann genau: bis 1892: Hackenstraße 1a 1892-(1893/1898): Sendlinger Straße 12 (2. OG) (1893/1898)-1905: Thal 30 (2. OG) 1905-1907: Fraunhoferstraße 4 (3. OG) Ab dem 17. Juli 1907 wohnten sich dann in der TĂŒrkenstraße 26 im 3. OG, gegenĂŒber der damaligen Kaserne, heute Pinakothek. Max Rosenbergers Berufe Vater Max Rosenberger war zu Simons Geburt Kaufmann von Beruf und besaß ein KonfektionsgeschĂ€ft fĂŒr Herren und Jungen. ZunĂ€chst in der Sendlinger Straße 16, dann im FĂ€rbergraben 12 (2. OG) und schlißlich …

Nachrufe auf Simon Rosenberger

Es war wenige Tage vor Weihnachten 2017, als ich in der Bibliothek der Sporthochschule Köln auf Simon Rosenberger stieß. Es war der Nachruf von Carl Koppehel in der Deutschen Schiedsrichter-Zeitung. Ausgerechnet Koppehel, denke ich jetzt. Welche Ironie. Es war das erste Mal, dass ich ĂŒber Simon Rosenberger las und das letzte Mal, dass Koppehel Rosenbergers Name veröffentlichte.